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Hallo ihr Lieben,
hier ist auch schon der erste Rückblick des neuen Jahres. Ich hätte nicht gedacht, dass ich so viel zum Lesen komme, aber ich musste recht früh im Januar bzw. teils schon Ende Dezember einsehen, dass ich mir die Zeit nehmen muss, um von der Arbeit abschalten zu können. So habe ich es trotz allem oder wohl genau deswegen auf 6 Bücher und 2097 Seiten gebracht. Nachdem ich mit maximal zwei Büchern gerechnet habe, ist das schon ziemlich cool.
So richtig viel habe ich vom Januar nicht mitbekommen. Wie ich bereits in den letzten Wochen immer
wieder deutlich gemacht habe, saß ich sehr viel am Schreibtisch, was
dann am 25.01. endlich sein sehr erfolgreiches Ende nahm. Pure
Erleichterung! Worum es da im Detail ging, erzähle ich euch sobald ich
das alles schriftlich habe und die Stellen, die es wissen müssen, es
auch wissen. :) Das kann aber noch eine Weile dauern. Das Begreifen des
Ganzen setzte dann auch erst Mittwoch Morgen so richtig ein und
daraufhin wollte mein Körper erstmal nicht mehr. Zum Glück habe ich ein ganz tolles Kollegium und ich durfte nach Hause fahren, mir was
Leckeres kochen, einen kleinen Spaziergang machen und auf dem Sofa
sitzen und grinsen wie ein Honigkuchenpferd. Am Donnerstag war ich dann
wieder voll da. Nun beginnt 2022 auch offiziell für mich mit sowas wie
Leben. *lach* Die erste Handlung war dann endlich mal die Weihnachtsdeko
wegräumen! Und Serien gucken, sich einfach stumpf berieseln lassen.
| aktuelle Geschichte(n) |
Ich gehe mit "Der Tod und das dunkle Meer" von Stuart Turton in den Februar. Ich dachte das Buch in der letzten Januarwoche anzufangen und zu beenden, aber dann habe ich doch andere Dinge getan und so richtig bin ich bislang auch nicht ins Buch gekommen. Ich bin gespannt, wie es noch wird, da viele Leser:innen es ja für sehr gut befunden haben.
Auch nehme ich ein kleines Insel-Bücherei Büchlein mit in den neuen Monat: "Das Waldbuch" kann mich nicht so richtig abholen und daher komme ich nur langsam durch die wenigen Seiten.
| Top & Flop des Monats |
Flop:
Im Janaur war mir nach leicht zu lesender Lektüre, daher griff ich zu "Hummeldumm" von Tommy Jaud.
Hier stellte sich wieder heraus, dass Humor einfach ein schwieriges
Thema ist. Mehr als das erste Drittel des Buches gefiel mir gar nicht.
Die Charaktere waren alle sehr problematisch und absolut unsympathisch,
nicht nur einer rassistisch. Danach legte sich zumindest der krass
rassistische Teil merklich. Der Hauptcharkter war dies zwar nicht, war
aber auf anderer Weise eine absolute Nervensäge und ich bemittleidete
seine Freundin, die diese Gruppenreise durch Namibia für das Paar
gebucht hatte. Ich konnte ihr Verhalten auch gut verstehen, da er
wirklich alles dafür tat, ihnen die Reise zu vermiesen. Aber auch die
anderen Gruppenmitglieder machten es nicht besser. Ich habe tatsächlich
schon öfter Gruppenreisen gemacht, auch einmal durch Namibia, und bin
zum Glück noch nie auf so eine fürchterliche Gruppe getroffen! Das Buch
nimmt meiner Meinung nach jegliche Lust dort eine Rundreise zu machen
und wird dem Land und den Leuten nicht gerecht. Lediglich das Ende holte
dann nochmal ein paar Kohlen aus dem Feuer, aber ich werde definitiv
nichts mehr von dem Autor lesen.
Top:
"Der Engel von Warschau: Irena Sendler. Für die Rettung der Kinder riskierte sie ihr Leben" von Lea Kampe: Dieses
Buch gehört zur Reihe der Frauden, die die Welt veränderten vom Piper
Verlag und dieser Band hat mich wieder umgehauen! Mir sagte Irena
Sendler vorab nichts, aber der Untertitel "Für die Rettung der Kinder
riskierte sie ihr Leben" versprach schon einmal sehr viel und das hielt
das Buch dann auch. Schon auf den ersten 20 Seiten wusste ich, dass es
ein Highlight werden würde. Die Geschichte der Polin Irena Sendler, die
jüdische Freunde hat, als die Nazis Polen einnehmen und nach und nach in
Warschau alle Juden in ein Ghetto sperren, ist von Anfang an sehr
emotional. Wie die junge Frau dann immer wieder Kinder aus dem Ghetto
schmuggelt und in Heimen oder Pflegefamilien unterbringt, aber eine
Liste über ihre wahren Identitäten führt, ist einfach unfassbar. So eine
mutige Frau! Genauso ihre Freundinnen, von denen nur wenige am Ende des
Krieges überlebt haben. Eine große Leseempfehlung für dieses Buch!
Das Jahr habe ich mit "Die Frequenz des Todes: Auris" von Vincent Kliesch nach einer Idee von Sebatian Fitzek gestartet. Es handelt sich um den zweiten Band um Auris und Jula. Ich musste feststellen, dass mir einiges aus dem ersten Band entfallen war, aber trotzdem bin ich sehr gut in das Buch gekommen. Das Buch nimmt sehr häufig Bezug auf Ereignisse aus dem ersten Band vor allem in Bezug auf Jula, das wusste ich zum Glück noch. Der Kriminalfall, Menschenhandel bzw. Handel mit Kindern, war sehr spannend und obwohl man nach zwei Dritteln des Buches denken könnte, nun hätte sich ja vieles erledigt, war dem nicht so. Das Ende hatte ich mir dann wenige Seiten vorher dann so ähnlich gedacht, was aber auch in Ordnung war. Die wirklich aller letzten Seiten machte das Verhältnis zwischen Auris und Jula dann nochmal interessant und mich neugierig, wie es da weitergeht, ebenso die Frage, wer denn der Hacker ist! Ich gebe dem Buch daher 14 von 15 Punkten. Ein Punkt Abzug, da ich nicht genau weiß, was ich von Auris' Charakter halten soll und mit ihm nicht warm werden konnte.
Danach habe ich direkt den dritten Band "Todesrauschen" von Vincent Kliesch nach einer Idee von Sebastian Fitzek gelesen. Ich war total auf dem Jula und Hegel Tripp und nach dem Cliffhanger froh, dass ich den nächsten Band direkt hier hatte. Dieser konnte mich jeder nicht so überzeugen. Er ließ sich zwar wieder leicht lesen, was ich aber dem Schrebistil des Autors zugute schreibe, nicht aber der Geschichte, die er gesponnen hat. Diese fand ich vor allem im Handeln von Jula sehr unrealistisch. Wenn wir ehrlich sind, ist sie einfach eine junge Frau, die beim Radio gearbeitet hat und einen Podcast führt. Sie ist keine abgebrühte Agentin oder anderweitig professionell ausgebildet und da soll sie von ihrem Trauma der Vergewaltigung und der Suche nach ihrem Bruder solche psychischen Kräfte auftun, um all das zu tun und zu ertragen, was in diesem Buch stattgefunden hat? Ne, das konnte mich nicht überzeugen. Auch was so abseits von Jula und Hegel passierte, basierte hauptsächlich auf einem Teenager, hmmm... Lediglich in Bezug auf Paul, Hadrian und Moritz hat mir die Entwicklung der Handlung gefallen und war interessant umgesetzt. Tja, mal sehen wie Band 4 wird, der dieses Jahr erscheint. Hier gebe ich 9 von 15 Punkten.
Da mir weiterhin nach Thriller war, griff ich diesmal zum ersten Band um Peter Hogart von Andreas Gruber. "Die schwarze Dame" war so ganz anders als die "Todes"-Reihe. Nachdem der Autor im Vorwort bereits schrieb, dass es sein erstes Thriller gewesen ist und sein Schreibstil sich danach noch sehr weiterentwickelt hat, war das wohl zu erwarten gewesen. Das Buch las sich nicht einfach so weg, war sprachlich anspruchsvoller, was ja im Grunde gut ist (auch wenn mir zu dem Zeitpunkt eher nach leicht zu lesender Literatur war). Die Handlung war nicht schlecht, obwohl sie immer verzwackter wurde und irgendwann wenig mit der Ausgangssituation zu tun hatte. Dafür lernte man Prag wirklich gut kennen. Die Stadt war detailiert dargestellt und man fühlte sich fast vor Ort. Meine einzige Reise nach Prag ist vielleicht schon 20 Jahre her, aber an das eine oder andere wurde ich wieder erinnert und ich bekam Lust wieder hinzureisen. Die Charaktere konnten mich leider nicht wirklich von sich überzeugen. Was vor allem bei Peter Hogart schade ist, da er ja noch in den zwei Folgebänden der Hauptcharakter sein wird. Er wirkte irgendwie blass auf mich und ich kann ihn noch nicht fassen. Alles in allem gebe ich dem Buch 9 von 15 Punkten.
"Hummeldumm" von Tommy Jaud. 7 von 15 Punkten (mit einem anderen Ende wären es 4 oder 5 gewesen...)
"Der Engel von Warschau: Irena Sendler" von Lea Kampe. 15 von 15 Punkten
Auch "Der Fall Alice im Wunderland" von Guillermo Martínez war im Januar dran. Es ist der zweite Fall um den Mathematiker Arthur Seldom und einen argentinischen Studenten. Wie bereits beim ersten Band gefiel mir die Idee des Autors sehr gut. Es geht um eine Gruppierung von Anhängern Lewis Carolls und den Fund einer ausgerissenen Seite aus seinen Tagebüchern. Plöztlich geschehen dann Morde rundum die Betroffenen. Leider hat es an der Umsetzung für mich dann doch wieder gehapert. Obwohl das Buch nicht dick war, zog sich die Geschichte und der mathematische Aspekt wirkte sehr erzwungen und für mich irrelevant. Das Ende des Falls ist nachvollziehbar, jedoch für mich nicht was dann noch mit dem Studenten passiert. Da weiß ich nicht worauf der Autor hinaus möchte. Leider alles in allem schon eine kleine Enttäuschung und ich werde nichts mehr von ihm lesen. Sein Schreibstil und ich passen einfach nicht zusammen. 8 von 15 Punkten
- "Effingers" von Gabriele Tergit
- "Die aufgehende Sonne von Paris: Mata Hari" von Eva-Maria Bast
Meinen gesamten SuB findet ihr übringens hier.
| Challenges 2022 |
#DasSuBabc: Der letzte Monat dieser Challange. Hier konnte ich "Hummeldumm" noch bei "M - Multikulti: Eine Geschichte fernab von Europa und der USA" eintragen und habe somit 17/26 Aufgaben erfüllt. Das ist für mich in dem Sinne in Ordnung, dass ich nur noch 9 Bücher auf dem SuB habe, die vor 2021 bei mir eingezogen sind und hier hätten zählen können. Die Liste findet ihr hier.
ABC Challenge: Dank der Challange gingen meine ersten fünf Rezensionen online: zum E, H, Q, T, S. Ich merke auch, dass es mir Spaß macht über die gelesenen Bücher etwas detaillierter zu schreiben. Meinen Verlauf könnt ihr hier verfolgen: 5/26.
ABC Listen Challenge: Die ersten 60 Punkte für ein "Geschenk", eine "Quest", "Außer Landes", "SuB Leiche", "ein Buch, in dem dich ein Charakter besonders beeindruckt hat" und eine "Übersetzung ins Deutsche". Meine
Challenge Seite ist hier.
Weltenbummler-Challenge: Die ersten Einträge bei Europa: Deutschland (x2), Tschechien, Polen, Großbritannien sowie ein Eintrag bei Afrika: Namibia. Bisher: 44 Punkte. Meine Challenge Seite findet ihr hier.
12für2022: Auch hier habe ich das erste Buch gelsen: "Hummeldumm". 1/12: Meine Liste ist hier.
Ich wünsche euch einen fröhlichen Februar, auch wenn der Karneval dieses Jahr wieder ausfällt! Ich freue mich sehr auf die freien Tage hier im Rheinland und werde sie zum Lesen nutzen. Kurz davor erscheinen nämlich auch ein paar gute Bücher!
Liebe Grüße,
Sandra