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Mittwoch, 31. August 2022

Kurzrezension: "Raúl: El triunfo de los valores" von Enrique Ortego

[Werbung, selbstgekauft]


Enrique Ortego "Raúl: El triunfo de los valores"
 

(
© everest)

Erscheinungstermin: 2010
Verlag: Everest
Format: broschiert
Reihe: /
Seitenzahl: 272
Preis: 19,99 € (nicht mehr neu zu erwerben)


Zum Autor:
Der spanische Autor Enrique Ortego hat in diversen journalistischen Feldern gearbeitet, hat Kolumnen für Sportzeitungen geschrieben, war Chefredakteur einer Sportabteilung und Kommentator für verschiedene Programme. Er schreibt Bücher über Persönlichkeiten bei Real Madrid, den Verein selbst sowie die spanische Nationalmannschaft.  [Klappentext]
 

Zum Buch:
Das Buch ist in sieben Kapitel plus Prolog geteilt. Im ersten Kapitel beschreiben diverse Weggefährten (alles Männer) wann und wie sie Raúl kennengelernt haben, wie ihre Wege verliefen und was sie von ihm halten. Natürlich, da es ja ein Buch über den Spieler ist, durchweg positiv. Es gibt hier und da eine minimale Kritik oder Anmerkung, aber alles in allem wiederholen sie sich und beschreiben mehr oder minder dasselbe. Lediglich der eine oder andere, der auch privat mehr mit ihm zu tun hatte, kann noch eine neue Anekdote hinzufügen.

In den weiteren Kapiteln geht es dann um seinen sportlichen Aufstieg von Kindheit an, um die Meisterschaften, die er gewonnen hat, Champions League und die spanische Nationalmannschaft. Im vorletzten Kapitel werden dann seine Tore noch einmal explizit beleuchtet und das letzte Kapitel wendet sich dezent seinem Privatleben zu. 

Ich habe schon mehrere solcher Bücher gelesen und hatte das letzte Mal den Eindruck, dass sie mir besser gefallen, wenn ich das Buch zeitnah lese, also kurz nachdem es herauskam und alles noch mehr oder minder aktuell ist, was in dem Buch beschrieben wird. Dieses lag nun sehr viele Jahre auf meinem SuB, aber überraschender Weise hat es mich in dem Fall nicht gestört. Vielleicht weil Raúls aktive Spielerkarriere vorbei ist und man es mit etwas Abstand betrachtet. Zudem wurde das Buch auch eher gegen Ende seiner Zeit bei Real Madrid, also schon über dem Zenit seiner Karriere zusammengestellt. Bei Spielern, die noch sehr jung sind, wenn solche Bücher erscheinen, passiert danach noch so viel, dass sie mich nicht so begeistern konnten. Dieses hier war aber trotz der Jahre noch gut zu lesen und interessant. Das erste Kapitel hätte aber kürzer sein können, da sich, wie bereits erwähnt, doch einiges wiederholt hat.
 
Fazit:
Auch noch Jahre nach dem Erscheinen und nach der Aktualität vieler Ereignisse ließ sich das Buch gut lesen und war interessant. Der Charakter Raúl war nun einmal zum Zeitpunkt der Publikation schon gefestigt und es kamen keine großen Highlights in der Spielerkarriere mehr, die hier fehlten. Daher alles in allem eine nette Lektüre.


Rating:

10 von 15 Punkten 

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Montag, 11. Mai 2020

Kurzrezension "Der Fürst des Parnass" (Themen Challenge April 2020 )

Hallo ihr Lieben,

etwas spät, aber besser als nie, nun mein erster Beitrag zur Themen Challenge 2020 für den Monat April von Kerstin (woerterkatze). Auch dieses Mal wird es noch einen zweiten Bietrag geben, da ich zu diesem Thema zwei Bücher gelesen habe. Wer neugierig ist, welche das gewesen sind, kann schon einmal HIER nachschauen

Das Thema im April war "ein Buch, das sich mit Büchern beschäftigt", passend zum Welttag des Buches.


Carlos Ruiz Zafón "Der Fürst des Parnass"
(© Fischer Verlag)


Beim ersten Buch handelt es sich um "Der Fürst des Parnass" von Carlos Ruiz Zafón. Nachdem ich "Der Schatten des Windes" gelesen hatte und total begeistert war, habe ich nach weiteren Büchern des Autors gesucht und bin auf diesen sehr kurzen Band gestoßen, den er extra zum Welttag des Buches vor einigen Jahren veröffentlicht hat. Ich hatte mir wirklich viel erwartet, da ich das andere Buch ja so mochte. Leider war dieses hier nicht so meins und ich bin froh, dass es nur sehr kurz gewesen ist.

In "Der Fürst des Parnass" geht es in erster Linie um den Autor Cervantes, der "Don Quijote" geschrieben hat und es wird sozusagen berichtet, wie er dazu gekommen ist, dieses Buch zu schreiben. Zwar spielt das Buch auch zum Teil in Barcelona und erwähnt den Buchladen und Vorfahren der Charaktere aus "Der Schatten des Windes", aber allgemein hat es wirklich wenig damit zu tun und eher mehr mit Cervantes. Positiver Nebeneffekt dieses Buches ist aber, dass es mich wieder etwas mehr motiviert hat in "Don Quijote" weiter zu lesen. Ansonsten muss ich sagen, hat mich das Buch eher verunsichert, da ich nicht weiß, ob das Buch auf wahren Begebenheiten aus Cervantes Leben basiert oder ob alles reine Fiktion ist. Nun müsste ich mich ein bisschen über den Autor einlesen, um dies herauszufinden. Ich hätte mir gewünscht, dass es eine andere, eindeutig rein fiktive Geschichte zur Entstehung des Friedhofs der vergessenen Bücher gibt und man mehr über die Vorfahren der späteren Charaktere erfährt, dass auf ihnen der Fokus liegt. 


Bibliographische Angaben
Autor: Carlos Ruiz Zafón, Übersetzer: Peter Schwaar
Titel: Der Fürst des Parnass, Originaltitel: El príncipe de parnasso
Verlag: Fischer Verlag
Reihe: Der Friedhof der vergessenen Bücher #0.5
Erschienen am: 27.03.2014
Format: Taschenbuch
Seiten: 96
Preis:  nicht mehr erhältlich
Alternative: Audio-CD aus dem Argon Verlag (4,99€)



Kennt ihr die Bücher von Carlos Ruiz Zafón? Wie gefallen sie euch?

Sonntag, 29. März 2020

Kurzrezension "Kleine Feuer überall" (Themen Challenge 2020: März - Teil 2)

Hier nun Teil 2 für das März-Thema "Autorinnen oder ein feministisches Werk" der Themen Challenge von Kerstin (woerterkatze).

Das Thema im März ist "Autorinnen oder ein feministisches Werk" passend zum Weltfrauentag. Wie bereits in Teil 1 erwähnt, habe ich keien feministischen Bücher und verspüre auch keinen Drang solche zu lesen. Aber mit Autorinnen kann ich natürlich dienen. Meine zweite Wahl im März war "Kleine Feuer überall" von Celeste Ng.

Meine Challenge Seite findet ihr HIER



Celeste Ng "Kleine Feuer überall"


Auf dieses Buch hatte ich mich sehr gefreut, da mir das erste Buch "Was ich euch nicht erzählte" der Autorinnen unheimlich gut gefallen hat. Tja, direkt vorweg, ich habe leider wieder gelernt, nur weil ein Buch gut ist, müssen es nicht alle sein. Ich weiß, vielen hat auch dieses Buch gut gefallen. Mir nicht. 

Die Geschichte an sich, fand ich ansprechend und auch passend zum Titel. In dieser equisiten Nachbarschaft, in die Mia, eine Künstlerin, mit ihrer Tocher Pearl ziehen, gibt es viele kleine Problemchen, genau wie in Mias Leben. Es zeigt, wie jeder von uns eben seine Last, seine Vergangenheit mit sich rumträgt. In diesem Roman hat die Vergangenheit vor allem bei den Frauen mittleren Alters immer etwas mit dem Kinderkriegen und/oder dem Leben danach zu tun. Es werden verschiedene Familien beleuchtet und was sie wozu getrieben hat. Die Leben sind wirklich sehr unterschiedlich und interessant. Zudem wird das Leben der jüngeren Generation, der Tochter von Mia und ihren Freunden, den Kindern der Familie Richardson, beleuchtet. Sie sind Teenager und leben ein anscheinend unbekümmertes Leben in einer gut behüteten Welt. 
Doch sobald ein genauerer Blick auf all diese Personen geworfen wird, erkennt man auch ihre dunklen Geheimnisse und ihren wahren Charakter. Hier ist mir der Charakter der Mrs. Robinson sehr übel aufgestoßen und hat das Buch für mich ruiniert. Das muss ich ganz klar so sagen. Ja, sie steht im Gegensatz zu Mia, die eben ein ganz anderes Leben mit ganz anderen Prinzipien führt und die zum Teil einen viel besseren Draht zu all den Teenagern hat als Mrs. Robinson. Aber Mrs. Robinson aggiert unter dem Deckmantel ihres journalistischen Berufs so grausam, so unverschämt, dass ich das Buch beinahe abgebrochen hätte, sogar kurz vor Schluss. Ich fand sie unerträglich. Als Journalistin, als Frau, als Mutter, als Freundin. Einfach nur falsch und hinterhältig. Eine Person, die nichts hinterfragt, immer nur schwarz und weiß sieht, sich auf nichts einlassen kann und auch ihre Kinder nur in schwarz und weiß, unperfekt und perfekt einteilt. So wie alles andere auf der Welt. Fürchterlich. Sie hat mich unheimlcih aufgeregt.


Würde ich noch ein Buch der Autorin lesen? Ja, wahrscheinlich, denn die Idee hinter dem Buch gefiel mir ja gut. Würde ich das nächste Buch eher abbrechen, wenn es mich wieder so aufregt? Eventuell, aber sicherlich wäre es dann tatsächlich das letzte Buch von ihr.

Was denkt ihr über das Buch "Kleine Feuer überall"? Hat euch der Charakter der Mrs. Richardson auch so genervt, wie mich?

Donnerstag, 26. März 2020

Kurzrezension: Fall (Themen Challenge 2020: März - Teil 1)

Den Februar habe ich bisher ausgelassen, da ich zum Thema "Humor" kein Buch auf meinem SuB habe und der Abbau dieses in diesem Jahr vorgeht. Aber vielleicht stellt sich im Laufe des Jahres ja ein Buch unerwartet als passend heraus, dann trage ich den Februar nach. :)

Das Thema im März ist "Autorinnen oder ein feministisches Werk" passend zum Weltfrauentag. Das kein feministisches Werk auf meinem SuB liegt, war mir klar und ich habe auch kein Bedürfnis ein solches anzuschaffen. Aber Bücher von Autorinnen gab es einige. Somit habe ich das Thema zum Anlass genommen zwei Bücher zu lesen, mich aber entschieden jeden Buch einen Beitrag zu widmen. Nun also erstmal Teil 1.

Meine Challenge Seite findet ihr HIER


Candice Fox "Fall"

Erstmal kurz zum Cover: Ich liebe es. Es ist so gelungen. Eden im Vordergrund, im Hintergrund eine Stadt, die laut Schauplatz der Geschichte ein Teil von Sydney sein müsste. Alles passt zu den ersten zwei Bänden, was mir sehr wichtig ist. Ich habe auch extra darauf geachtet auch diesen Band als broschierte Ausgabe zu kaufen. Dasselbe Bild von Eden befindet sich übrigens auch auf dem Buchrücken, sodass man es auch im Regal stets bewundern kann und die drei Bände nebeneinander wirklich hübsch aussehn.

Das Buch ist, wie erwähnt, der dritte Band der Reihe um Eden Archer und ihren Kollegen Franck Bennett. Das Buch ist aus seiner Sicht in der 1. Person Singular "ich-Form" geschrieben, wechselt aber bei den Kapiteln immer zwischen den Personen, so dass viele Kapitel auch in der 3. Person Singular geschrieben sind. Man erfährt in diesem letzten Band viel über Edens Kindheit, was damals passiert ist und wie sie zu ihrem Ziehvater Hades gelangt ist. Auch ein Mädchen mit ähnlichem Hintergrund taucht auf und spielt in dem Buch eine zentrale Rolle. Franck Bennett ist dabei, wie er immer war. Etwas mürrisch, etwas unsicher, viel in Gedanken verloren und weiterhin mit einer Psychologin liiert, die mir in diesem Buch sehr unsymphatisch wurde. Aber auch Eden zeigt ihre Eden-typische Seite, sie ist nunmal ein Killer, auch wenn angeschlagen. 

Die Hauptgeschichte dreht sich um einen Täter, der es auf Joggerinnen abgesehen hat und eine Influencerin, die sich der Polizeiarbeit ziemlich in den Weg stellt und auch noch ein großes Jogging-Event organisiert, um die Unterdrückung der Frauen, die Selbstbestimmung und das Heraustreten aus dem männlichen Schatten zu feiern (vielleicht doch ein feministisches Werk? xD ), ist gut aufgebaut, auch wenn man bald eine Idee hat, wer denn der Mörder sein könnte. Trotzdem gibt es vor allem die Influencerin betreffend noch eine interessante Wendung. Aber alles in allem macht Eden und ihr Charakter die Geschichte aus. Zumindest für mich. 
Auch das Ende hat mir gut gefallen und war einem finalen Schluss einer Trilogie würdig. Doch, es hat Spaß gemacht und ich werde sicherlich irgendwann auch die nächste Trilogie der Autorin lesen.

Was denkt ihr über die Reihe um Eden Archer?

Sonntag, 12. Oktober 2014

Buchrezensionen: Frank Schätzing & U. Poznanski

Ich habe in letzter Zeit wieder mehr gelesen, aber vergessen die Bücher hier vorzustellen. O.O Nun also gleich zwei genauer und eins im Bilde. 

#1 Loreno Silva "La isla del fin de la suerte" [ESP]
#2 Frank Schätzing "Die dunkle Seite" 
#3 U. Poznanski "Fünf"