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Dienstag, 2. August 2022

Leserückblick Juli 2022

[Werbung, unbezahlt]  

  

Hallo ihr Lieben,

der Juli stand bei mir ganz im Zeichen meiner Sommerferien und dem dicke Bücher Camp. Ich war zwei Wochen in Island unterwegs und eine Woche bei meinen Eltern, somit war meine Lesezeit im Juli sehr begrenzt. Auf Island habe ich gelegentlich abends ein paar Seiten gelesen, wenn wir in kleinen Ortschaften waren, wo man nach dem Abendessen nichts mehr machen konnte oder gelegentlich im Bus, aber da habe ich auch häufig aus dem Fenster geschaut und die Landschaft bestaunt. Bei meinen Eltern konnte ich auch nur einen Tag im Garten lesen und mal vormittags. Somit komme ich auf 4 Bücher mit 2092 Seiten. Dank dem dicke Bücher Camp können sich die Seiten sehen lassen.


| mein Leben |
 
Wie oben bereits erwähnt, bestand mein Leben diesen Monat aus Reisen und Zeit mit der Familie und Freunden. Es war der erste Sommer seit zwei Jahren in dem ich wieder viel unterwegs war und nicht nur lesend auf dem Sofa saß. Generell zeigt sich dieser Trend 2022 sehr stark und die Lesestatistik sinkt wieder, wobei sie immer noch weit über den Vor-Pandemie Zahlen liegt. 
 
 
| aktuelle Geschichte(n) |
 
Ich nehme "Raúl. El triunfo de los valores" von Enrique Ortego Rey noch einmal mit in den nächsten Monat. Im Juli habe ich gar nicht darin gelesen, da es ein sehr schwerer Einband ist und ich es daher nicht mit auf Reisen nehmen wollte. Zu Hause war ich zu wenig, um es dort in die Hand zu nehmen. Hoffentlich kann ich es im August beenden.
 
 

Freitag, 22. Juli 2022

Krimi: Ken Follett "Der dritte Zwilling"

[Werbung, selbstgekauft]


  Ken Follett "Der dritte Zwilling"
 

(
© Bastei Lübbe)

Übersetzung: Wolfgang Neuhaus, Lore Straßl, Till R. Lohmeyer
Erscheinungstermin: 21. Oktober 1996 (das abgebildete Cover am 26. Oktober 2017)
Verlag: Bastei Lübbe
Format: Taschenbuch
Reihe: /
Seitenzahl: 544
Preis: 11,- €

"
Als die Polizei Steve festnimmt und ihm eine Vergewaltigung zur Last legt, glaubt er zunächst an ein Missverständnis. Doch das Opfer identifiziert ihn eindeutig, und auch der DNS-Test ist positiv. Niemand scheint Steve zu glauben - nur Jeannie Ferrami, eine engagierte junge Zwillingsforscherin, die vermutet, dass Steve einen Doppelgänger haben könnte. Je mehr Jeannie aber über Steves geheimnisvolle Herkunft herausfindet, desto stärker gerät sie unter Druck. Hinter Steve und seinem Doppelgänger erscheinen weitere schattenhafte Gestalten. Jede Einzelne von ihnen könnte ihr Feind oder ihr Freund sein, ihr Liebhaber - oder ihr Mörder ..."


Zum Autor:
Ken Follet ist ein in Cardiff geborener Autor von über 20 Bestsellern. Er studierte Philosophie und absolvierte nach seinem Studium einen Journalistenkurs. Er wurde Zeitungsreporter und bald darauf begann er bei einem kleinen Verlag und arbeitete nebenbei als Schriftsteller. Nach mehreren wenig erfolgreichen Büchern, veröffentlichte er 1978 "Die Nadel", welche zu seinem ersten Bestseller wurde. Durch diesen Erfolg konnte er sich nun völlig dem Schreiben widmen. [Vergleiche: https://www.luebbe.de/bastei-luebbe/autoren/ken-follett/id_2659769, 18.07.2022]
 
 
Zum Cover:
 
Mein Buch ist noch eine ältere Ausgabe. Das Cover entspricht dem Stil, das in den 90ern für die Bücher von Ken Follett gewählt wurde. Mir gefällt es gut. Der Namen des Autors ist wie auf einer Platte eingraviert abgedruckt. Darunter dann ausgeschnittene Papierfiguren, die Zwillinge und im Hintergrund auch eine dritte Figur zeigen. Alles in wenigen Farbtönen gehalten. 
Das aktuelle Taschenbuchcover (siehe oben) ist wesentlich realer dargestellt, zeigt eine Sillhoutte eines Menschen dazu Fragmente einer Stadt und oben sogar die Doppelhelix der DNA. Es gefällt mir tatsächlich sogar noch besser als das alte Cover.

Zum Buch:
In diesem Buch geht es um Genforschung und das Klonen von Embrios, ein sehr spezielles Thema, das viele ethische Fragen aufwirft, die das Buch jedoch immer wieder aufgreift. Eine junge Wissenschaftlerin bekommt an einer Universität eine Assistentinnen-Stelle und darf eineiige Zwillinge untersuchen. Sie sucht speziell Zwillinge heraus, die getrennt voneinander aufgewachsen sind und bei denen einer der beiden kriminell geworden ist, um herauszufinden, in wie weit wir ein Produkt unserer Gene und wie weit unserer Umwelt und Erziehung sind. Sehr spannend! Dazu hat sie selbst ein Programm entwickelt, welches jedoch ihrem Mentor und Geldgeber der Universität in die Quere kommt, denn es denkt auf, was vor 23 Jahren in seinen Laboren geschehen ist: Das Klonen von Embrios. Als der Mentor dies entdeckt, versucht er mit seinem Team alles erdenklich mögliche, um seine Wissenschaftlerin aufzuhalten und den Skandal zu vertuschen.

Die Klone wurden in der Erwartung eines perfekten amerikanischen Soldaten erschaffen: weiß, männlich, sportlich, stark und clever. Die Idee dahinter ist ja nicht neu, hat mich aber dennoch schockiert. Man kennt diese Vorstellung ja aus der wahren Vergangenheit und die Idee, das Labore oder Staaten dies heimlich weiterverfolgen könnten, ist beängstigend. 
 
Leider scheinen die meisten der Klonen auch eine sehr ausgeprägte, gewaltätige Sexualität entwickelt zu haben. Häufig steht diese merklich im Mittelpunkt der Eigenschaften der Männer. So beginnt das Buch mit einer geplanten, brutalen Vergewaltigung und auch ein anderer Klon, der im Gefängnis sitzt, wendet gegenüber einer Frau sexuelle Gewalt an. Bei einem dritten wird sein Fetisch sehr genau beschrieben. Die Frau als sexualisiertes Objekt zieht sich aber auch an anderen Stellen wie ein roter Faden durch das Buch. Häufig bringen die Beschreibungen, die Geschicht nicht einmal voran. So scheint der fast 60jährige Mentor alle Frauen ins Bett bekommen zu wollen, die ihm gefallen, auch seine Assistentin und später eine Frau aus einer Jury, die er nicht einmal attraktiv findet, sie jedoch auf diese Weise bestechen möchte. Auch der eigentlich als sympathisch dargestellte männliche Hauptcharakter, einer der Klone, bekommt eine Erektion als eine Frau sich einfach nur an ihn lehnt. Echt jetzt? Zudem beschreibt der Autor selbst solche Nichtigkeiten wie die Unterwäsche der Frau unter ihrem schicken Kostüm. Wofür? Warum muss man das wissen? Es hat auf den folgenden Seiten überhaupt keine Relevanz! Dieser respektlose Umgang mit Frauen hat mir das Buch doch sehr verleidet und mich anfangs zu der Überlegung geführt, das Buch abzubrechen. Auf bei der abschließenden Bewertung konnte ich diesen Aspekt nicht ablegen, da er mir die Lesefreude am Buch deutlich genommen hat. 
 
 
Fazit:
Das Buch ist wirklich spannend und die Geschichte schlüssig aufgebaut. Auch thematisch trifft es mit den Klonen und der Gentechnik den Nerv der 90er, ist aber auch heute noch durchaus aktuell und lässt sich dadurch gut lesen. Was mir jedoch gar nicht gefallen hat, war die sexistische Sprache. Ich weiß nicht, ob sie in der Neuauflage von 2017 überarbeitet wurde, hoffe es sehr, glaube aber nicht so richtig daran. Das würde ich mir jedoch für eine weitere Neuauflage wünschen.

Leseempfehlung:
Ich bin hin und her gerissen, was eine Leseempfehlung angeht. Zum einen ist es thematisch wirklich interessant und spannend geschrieben. Zum anderen fühlte ich mich sprachlich aber so belästigt, dass ich es fast abgebrochen hätte.
 

Rating:

9 von 15 Punkten

1

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9

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Montag, 2. August 2021

Zurückgeschaut auf den Juli 2021

[Werbung, unbezahlt, ein Rezensionsexemplar]  

  

Hallo ihr Lieben,

ein weiterer Leserückblick steht an. Obwohl ich den ganzen Juli frei hatte, habe ich nicht mehr gelesen, so wie es viele von euch dann tun. Ich habe vier Bücher beendet und in einem fünften bin ich so gut voran gekommen, dass ich es mitzähle für Juli, auch wenn ich es noch in den kommenden Tagen beenden muss, somit komme ich auf 2761 Seiten. Ich bin total zufrieden mit diesem Lesemonat.





| mein Leben |

Am 02.07. war hier in NRW der letzte Schultag, somit hatte ich den ganzen Juli Sommerferien und in den ersten vier Wochen mache ich tatsächlich immer gar nichts für die Schule. Nun in den kommenden Tagen werde ich wieder das eine oder andere vorbereiten. Ich war in den Ferien eine Woche auf Mykonos und zweimal fünf Tage bei meinen Eltern, diese Auszeiten habe ich sehr genossen. Ansonsten war nicht wirklich viel los. Ich habe mir meinen Balkon hübsch gemacht und dort ein paar Tage auch sitzen können, aber im Großen und Ganzen ist das für mich kein Sommer. Schade drum, denn ich freue mich eigentlich jedes Jahr ganz besonders auf diese Jahreszeit.
 
 
| aktuelle Geschichte(n) |
 
Ich beende die Tage noch "The Adventures of Huckleberry Finn" von Mark Twain, auch wenn ich es zum Juli zähle und habe den August mit "Die verstummte Frau" von Karin Slaughter gestartet. 
 
"Don Quijote" von Cervantes will ich nun unbedingt im August lesen. :) Drückt mir die Daumen.



| Top & Flop des Monats |

Flop:  
Einen Flop gab es im Juli nicht, auch wenn ich von Huckleberry Finn nicht begeistert bin.
 
Top:
Mein Top war "Kinder der Freiheit" von Ken Follett. Die Geschicht Amerikas, aber vor allem Europas nach dem 2. Weltkrieg bis zum Fall der Mauer las sich sehr flüssig und ich habe hier und dort noch etwas gelernt. Es war schön wieder auf bekannte Charaktere zu treffen und mit ihren Kindern durch die Politik geleitet zu werden. Natürlich waren mir nicht alle Charaktere sympathisch, aber das ist auch schier unmöglich, bei so vielen verschiedenen Typen und so viel Geschehen. Ich kann die gesamte Trilogie absolut empfehlen, obwohl mir das erste Buch am schwersten fiel. 15/15 Punkten.
 

Dienstag, 10. September 2019

Rückblick: Gelesen im Juli und August 2019

[Werbung, unbezahlt]  

Im Juli hatte ich zwei sehr stressige und volle Arbeitswochen und anschließend bis Ende August sechs Wochen Sommerferien. Zwei Wochen war ich im Urlaub in China und eine Woche bei meinen Eltern. Im Juli war die Lesezeit sehr begrenzt und daher gab es keinen eigenen Beitrag. Im August sah es auch erst mau aus, aber dann lief er doch noch richtig gut. Somit komme ich insgesamt auf 2554 Seiten, davon 512 im Juli und 2042 im August. Ein paar der August-Seiten gehören aber definitiv in den Juli, da ich "Winter der Welt" im Juli begonnen und im August beendet habe.







Gelesen:

Den Juli habe ich mit "Schlüssel 17" von Marc Raabe begonnen. Eigentlich wollte ich das Buch vor dem China-Urlaub fertig lesen, um nur "Winter der Welt" mitzunehmen, was mir aber nicht gelungen ist. Der Thriller um den Ermittler Tom Babylon hat mir aber sehr gut gefallen! Die Charaktere waren vielschichtig und ihr Miteinander machte Lust auf mehr. Auch die Geschichte, die scheinbar auch mit Toms Jugend zusammenhing, war spannend geschrieben und bis zum Schluss nicht vorhersehbar. Außerdem lässt das Ende noch viele Fragen offen, so dass ich mich schon sehr auf den zweiten Band freue!

Als nächstes begann ich dann mit "Winter der Welt" von Ken Follett. Der zweite Teil der Jahrhundert-Saga hat mich total in seinen Bann gezogen und ich fand ihn alles in allem noch einen Tick besser als den ersten Band "Sturz der Titanen". Dieses Mal gab es keinen Charakter über den ich ungern las oder der mich weniger interessierte als die anderen. Alle waren miteinander verwoben und hatten Licht- und Schattenseiten. Die Atmosphäre war durch den Autor auch grandios gestaltet, ich konnte mich stets hineinfühlen und leidete häufig mit den Charakteren. Eine absolute Leseempfehlung!


Da mich Ende Juli zudem das Rezensionsexemplar "Sal" von Mick Kitson erreichte, musste Ken Folletts Roman eine Weile pausieren. Eine ausführliche Rezension von "Sal" findet ihr HIER. Generell war es ein interessanter Roman, wie ich ihn so noch nicht gelesen hatte. Er gibt zu denken, auch wenn er für mich ein paar Schwachstellen hat.

Ein weiteres Buch, das ich im August gelesen hatte, war "Der Besuch der alten Dame" von Friedrich Dürrenmatt. Diesen Klassiker hatte ich bei einem Buchtausch ergattert und da ich eigentlich grundsätzlich mehr Klassiker lesen möchte, habe ich dies sofort getan. Das Buch war interessant und kurzweilig. Und obwohl es wie ein Theaterstück geschrieben ist, mit Beschreibungen der Bühne, Auf- und Abgängen, lies es sich flüssig lesen.

Beendet habe ich den August mit einem weiteren Rezensionsexemplar, auf das ich mich aber irrsinnig gefreut habe: "Zimmer 19", der zweite Band um Tom Babylon von Marc Raabe. Nachdem mich der erste Band im Juli so mitgerissen hat, musste ich den zweiten direkt nach seinem Erscheinen lesen und hatte dann das Glück es über vorablesen.de zu erhalten. Es war einfach grandios! Noch besser als der erste Band? Vielleicht sogar, ja. Ich kannte halt schon alle Charaktere, musste mich nicht reindenken und habe es innerhalb weniger Tage verschlungen, trotz über 500 Seiten. Eine Rezension findet ihr HIER.



SuB
Im Juli wanderten zwei Bücher auf meinen SuB: Zum Einen das Rezensionsexemplar "Sal", was aber direkt wieder weggelesen wurde sowie das Sachbuch "Das geheime Netzwerk der Natur" von Peter Wohlleben, das ich zur Abgabe des vierten Schuljahres von meiner Schulleitung bekommen habe. 

Im August wanderte dann Friedrich Dürrenmatts Klassiker "Der Besuch der alten Dame" auf und direkt wieder vom Stapel. Sowie "Zimmer 19" von Marc Raabe als Rezensionsexemplar, welches aber auch direkt wieder verschwand, "Todesmal" von Andreas Gruber und drei Bücher, die schon länger auf meinem Wunschzettel standen und ich nun als Mängelemxemplare ergattern konnte: "Phnatasien" von Jason Starr, "Doors ?" von Markus Heitz und "Monteperdido. Das Dorf der verschwundenen Mädchen" von Augustín Martínez.

Somit schließe ich den Monat mit einem +3. O.O Oh man, das wird nie was mit dem Abbau!

Liebe Grüße,
Sandra