Dienstag, 7. April 2020

Gemeinsam Lesen 41/358


[Werbung, unbezahlt] 





"Gemeinsam Lesen" ist eine Aktion von Schlunzen-Bücher, die immer dienstags statt findet.



1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du? 

Zur Zeit lese ich zwei Bücher: 

Ich habe "Don Quijote" von Cervantes nach einigen Jahren, das es hier halb gelesen steht, wieder zur Hand genommen und versuche es dann dieses Mal zu beenden. Wir werden sehen. Ich bin auf Seite 701 von 1275 oder, wenn man die Teile einzeln zählt, auf Seite 86 von 659 des zweiten Teils.
"Mit grandiosem Einfallsreichtum erzählt Cervantes von den Abenteuern des verarmten Adligen, der in einer Traumwelt vergangener Ritterzeiten lebt, und seines treuen Waffenträgers Sancho Pansa. Ähnlich wie Goethes Faust für die Deutschen ist Don Quijote für die Spanier zum Sinnbild eines nationalen Genius geworden. Die Sympathie des Erzählers für seine Figuren und sein liebevoll-ironischer Ton machen Don Quijote zum wunderbarsten Antihelden der Weltliteratur."

 
Und gleichzeitig möchte ich jetzt "S." von J. J. Abrams lesen. So nachmittags auf dem Sofa, wenn man nicht Gefahr läuft einzuschlafen und die schönen Extras zu verknicken. Auch hier gibt es diverse Zählungen der Seiten, entweder laut Seitenzahlen des Buches "Das Schiff des Theseus" oder eben mit dem 14seitigem Vorwort, dass auch zu dieser Geschichte, die ja eigentlich eine Analyse des "Das Schiff des Theseus" ist, gehört. Ich zähle das Vorwort mit und bin auf Seite 28 von 470. Auch das ist ein Buch, mit dem ich mich sicherlich länger beschäftigen werde, nicht nur, weil ich es auf Englisch lese.

"Eine junge Studentin findet in der Bibliothek ein Buch, in das ein anderer Student Hunderte von Randbemerkungen gekritzelt hat, offenbar im Bemühen, der wahren Identität des unter Pseudonym schreibenden Autors V. M. Straka auf die Spur zu kommen. Die junge Frau ist fasziniert und ergänzt die Notizen mit eigenen Mutmaßungen. Zwischen den beiden Studenten Jen und Eric entspinnt sich eine lebhafte Unterhaltung, die allein auf den Seiten des Romans »Das Schiff des Theseus« stattfindet. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach dem mysteriösen Autor V. M. Straka. Ein unbekannter Übersetzer hat den Roman herausgegeben und ihn mit teilweise verwirrenden Fußnoten versehen. Doch die beiden finden heraus, dass diese Fußnoten einen geheimen Code ergeben, der ihnen Informationen liefert, die der Straka-Forschung bisher völlig unbekannt waren. Was wie ein Spiel beginnt, wird im Laufe der Zeit bitterer Ernst, denn jemand scheint Interesse daran zu haben, dass die Identität des Autors nicht gelüftet wird. Jen und Eric geraten in gefährliche Verstrickungen, die sie fast das Leben kosten.

Ein hochraffiniert komponierter Roman, der zeigt, was ein Buch anrichten kann. In der Literatur und im Leben."

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
Don Quijote: "Zudem, die Dulcinea in Toboso suchen, ist geradeso gut, als wollte ich nach Jungfer Mariechen in Ravenna und nach dem Herrn Doktor in Salamanka fragen." (S.86, 2. Teil)

S: "That man is bound, doubtlessly, for one of the waterfront taverns that serve as gathering places for the most dubious characters, morally bankrupt tosspots and societal scourges, people with whom the harbormaster would never think of associating." (S. 14, ohne Vorwort)


3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?
"Don Quijote"  liegt schon seit Jahren halb gelesen hier rum und vor zwei Tagen habe ich ihn wieder zur Hand genommen. Vielleicht schaffe ich ihn ja dieses Mal zu beenden. Er ist nicht schlecht, nur sehr lang. Er besteht aus zwei Teilen mit je mehr als 600 Seiten und ist sehr klein geschrieben. Dazu noch in dieser speziellen Sprache des 16. Jahrhunderts, sehr blumig, sehr detailliert, sehr ausgeschmückt mit zwei Charakteren, die auch nicht leicht zu durchdringen sind: Don Quijote und sein Knappe Sancho.

"S." lese ich in englisch, da ich damals, als es das Buch auch auf Deutsch gab, zu knauserig war das Geld für diese tolle Ausgabe auszugeben. Als ich dann doch wollte, gab es es nicht mehr. Irgendwann bin ich dann noch einmal über die englische Ausgabe gestolpert und habe sie sofort mitgenommen. In dem Buch wir das Buch "Das Schiff des Theseus" oder auf englisch eben "Ship of Theseus" von zwei Studenten analysiert. Sie schreiben ihre Gedanken an den Rand des Buches und antworten einander auf die Gedanken. Dadurch steht auf jeder Seite zwar wenig Text des Buches, aber sehr viele von den "handschriftlichen" Notizen. Es ist für den Lesefluss unheimlich schwierig, aber bereits jetzt finde ich die Unterhaltung des Jungen und Mädchens sehr interessant und ich muss hin und wieder schmunzeln. Nur wird es sicherlich sehr lange dauern, bis ich auch dieses Buch gelesen habe.


4. Wie kommt ihr mit der aktuellen Situation klar? Was ist negativ, was vielleicht aber sogar positiv?
Ich bin jetzt seit drei Wochen zu Hause, seit die Schulen geschlossen sind. Mit der Situation zu Hause sein zu müssen, komme ich mittlerweile ganz gut klar. Zu Ende der ersten, dem Beginn der zweiten Woche hatte ich da mal kurz Schwierigkeiten mit, aber seitdem habe ich mich damit abgefunden und es ist total okay. Ab und an gehe ich ja mal spazieren oder einkaufen. 

Positiv ist, dass ich dadurch meine Erkältung und den Husten losgeworden bin, den ich seit Karneval einfach nicht losgeworden bin. Meine Ärztin hatte zwar empfohlen ein paar Tage nicht oder weniger zu sprechen, aber das geht in meinem Beruf auch nicht und mich krankschreiben lassen, wollte ich deshalb auch nicht. Somit bekam mir die Zwangspause sehr gut. 

Positiv finde ich auch, dass ich mehr dazu komme meine Erinnerungsalben (scrapbooking) weiterzumachen und endlich ein bisschen davon aufzuarbeiten, was ich hinterher bin. Ich hoffe, in den nächsten mindestens noch zwei Wochen, noch einiges zu schaffen.
Positiv finde ich auch, dass man lernt, einige Selbstverständlichkeiten wieder Wert zu schätzen und lernt, dass sie eben nicht selbstverständlich sind. 

Negativ empfinde ich, dass das unterrichten in der Grundschule auf Distanz eben recht problematisch ist. Mich stört es unheimlich, dass die Eltern meinen Job machen sollen, dass die Kinder keine Erkläriungen von mir bekommen und nichts wirklich selbst entdecken und erklären können. Ich habe auch nicht das Equipment, um Erklärvideos zu machen, kein Stativ fürs Handy oder sonst was, das mir zwei freie Hände gäbe, die ich dann doch bräuchte, um mit Material vor allem in Mathe Sachen zu erklären. Wenn es nach Oster noch weiter geht, ist der Stoff bei Weitem nicht zu schaffen, da einfach noch Themen im ersten Schuljahr kommen, die die Kinder sich nicht selbst beibringen können bzw. die ich einfach nicht von Eltern erklären lassen möchte, da sie zu wichtig sind.

Negativ finde ich auch, dass ich über Ostern das erste Mal in meinem Leben allein sein werde und nicht meine Familie besuchen kann. Das macht mir doch immer wieder etwas zu schaffen und ich bin gespannt, wie es an den Ostertagen sein wird.


Bleibt gesund ihr Lieben!

Liebe Grüße,
Sandra

Freitag, 3. April 2020

Lesemonat März 2020

[Werbung, unbezahlt]  

Wow, März, was warst du nur für ein verrückter Monat. Du kamst so lässig rein, wie jedes Jahr und bist dann plötzlich explodiert. Über dich werden wir wohl noch viele Jahre sprechen. Und nun bist du wieder gegangen und lässt uns mit dem angestellten Chaos allein. 
Gelesen habe ich im März vier Bücher mit insgesamt genau 1500 Seiten. Es läuft in diesem Jahr. Zwar habe ich gedacht, im März mehr zu schaffen, auch da ich ja zu Hause bin, aber dann versucht man die Zeit doch noch für andere Dinge zu nutzen und start gedankenverloren vor sich hin...




Begonnen habe ich den März mit dem Thriller "Fall" von Candice Fox. Es war der dritte und letzte Band um Eden Archer und Franck Bennett auf den ich mich schon lange gefreut habe, aber bislang nie dazu gekommen bin ihn auch zu lesen. Es war wieder eine gute Geschichte, aber für spielte in diesen Büchern immer der Charakter der Eden die elementare Rolle und war, weshalb mir die Bücher so gut gefallen haben. Eine Kurzrezension findet ihr HIER. 4 Sterne

Als nächstes Buch folgte "Kleine Feuer überall" von Celeste Ng. Auch auf dieses Buch hatte ich mich sehr gefreut, jedoch konnte es mich nicht begeistern. Die Idee gefiel mir, doch die Charaktere waren zum Teil nicht meins. Ich habe es beendet, war aber kurz davor es abzubrechen. Schade drum. Auch zu dem Buch gibt es im Zuge der Themen Challenge eine Kurzrezension. 2 Sterne (eher 1,5)

Dienstag, 31. März 2020

Gemeinsam Lesen 40/357


[Werbung, unbezahlt] 





"Gemeinsam Lesen" ist eine Aktion von Schlunzen-Bücher, die immer dienstags statt findet.



1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich habe mir als letztes Buch im März "The Picture of Dorian Gray" von Oscar Wilde vorgenommen und hoffe es noch heute zu beenden - na ja, ich pfusche sonst auch, wenn es erst morgen ist. Wie macht ihr das? Ich denke immer, wenn ich doch fast alles in dem Monat gelesen habe und das Buch innerhalb der ersten drei Tage des Folgenden beende, dann zählt das doch noch locker zu dem Monat, in dem ich es angefangen habe. 
Ich bin aktuell auf Seite 166 von 231 (Copyright des Covers liegt beim Verlag: Penguin UK).

"Enthralled by his own exquisite portrait, Dorian Gray exchanges his soul for eternal youth and beauty. Influenced by his friend Lord Henry Wotton, he is drawn into a corrupt double life; indulging his desires in secret while remaining a gentleman in the eyes of polite society. Only his portrait bears the traces of his decadence."

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
"At nine o'clock the next morning his servant came in with a cup of chocolate on a tray, and opened the shutters." (S.166)

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?
Ich habe an das Buch gar keine Erwartungen gehabt. Ich habe es mir aufgrund des tollen Ledereinbandes und weil ich mir unbedingt zwei Bücher mitnehmen wollte, in London gekauft. Klar, sagte mir der Titel etwas, aber das war auch schon alles. Worum es ging, wusste ich nicht.
Nun hat mich die erste Hälfte des Buches richtig mitgerissen. Eine richtig gut geschriebene Geschichte mit einem interessanten Plot und drei sehr unterschiedlichen, aber vielschichtigen Charakteren. Dann kam ein Kapitel, das an sich wie eine Aufzählung war, in dem nichts großartiges passierte und das eich einfach überflogen habe. Nun sind wir ein paar Jahre später angekommen und die Geschichte hat wieder eine interessante Story angenommen. Ich warte noch auf das große "Bähm", das eigentlich noch kommen müsste. Ich habe da so eine Vorahnung.


4. Würdest du sagen die Buchblogger Szene hat sich in den letzten Jahren verändert? Wenn ja in wie fern? 
Hui, das ist für mich irgendwie schwer zu beantworten, da ich mich da zwar ein wenig rumtreibe, aber nicht so intensiv und vor allem nicht richtig bewusst über Jahre. Ich habe bemerkt, dass eine Bloggerin, der ich super gerne gefolgt bin, fast nicht mehr bloggt. Aber sonst? Ich habe auf Instagram gelesen, dass es immer mehr Buchblogger werden und es uninteressant wird, weil alle dasgleiche schreiben. Ja, verstehe ich. Aber ganz ehrlich: Wenn man über Bücher schreibt oder diese fotografiert, die gerade nicht gehypt werden, dann interessiert es keinen. Das ist das Traurige.


Bleibt gesund ihr Lieben!

Liebe Grüße,
Sandra

Montag, 30. März 2020

Neuerscheinungen: April 2020: Buy local wärend Corona!

[Werbung, unbezahlt]

So noch ein kleines Update am 01.04., da sich ein Termin verschoben hat und ich heute über ein weiteres Buch gestoßen bin, das ich unbedingt noch hier vorstellen möchte.

Wir sitzen alle zu Hause und haben Kontaktverbot. Da hat man doch sicherlich ein bisschen Zeit zu lesen, oder? Nach dem Home Office, da man ja eh niemanden treffen darf, die Fitnessstudios sind geschlossen, die Cafés und Restaurants auch. Schnell einkaufen und dann ab aufs Sofa und ran ans Buch. Vielleicht ja eins von diesen hier? Man kann sie sicherlich auch bei einem Buchhändler bei euch im Ort bestellen und sich nach Hause liefern lassen. Ich war nach kurzer Recherche überrascht, wie viele das in Bonn anbieten.


Disclaimer: Die Copyrights der Coverbilder sowie der Inhaltsangaben liegen bei den jeweiligen Verlagen.


"Glücklicher als gedacht" - Antoine Laurain

Erscheinungstermin:  01. April 2020
Verlag: Atlantik
Format: broschiert
Seitenzahl: 288
Preis: 16,- €

"Schon seit Jahren ist François Heurtevent Bürgermeister von Perisac, die Leute mögen ihn, seine Wiederwahl gilt als sicher. Doch dann geschieht das Unglaubliche, und ein windiger Konkurrent setzt sich gegen ihn durch. Niedergeschlagen räumt François sein Rathaus, da fällt es ihm in die Hände: sein Klassenfoto, dreißig Jahre alt, darauf lauter junge Gestalten, vor denen die Zukunft wie ein zauberhaftes Geheimnis zu liegen scheint.
Kurzerhand beschließt François – schließlich hat er jetzt Zeit –, die Kameraden von früher aufzuspüren. Ob Pfarrer, Friseurin oder Pornoregisseur – bei seinen Begegnungen wird François klar, auf welch unterschiedliche Weise sich das Glück im Leben darstellen kann. Doch wird er selbst es wiederfinden, jetzt, wo sich die Hinweise auf einen Wahlbetrug verdichten?"
Es klingt irgendwie niedlich und berührend und macht auf mich den Eindruck einer wirklich schönen Geschichte. Aber am meisten hat das Cover meine Aufmerk Auch wenn ich kein großer Frankreich-Fan bin und über die vielen französischen Namen beim Lesen stolpper.




"Leben" - Uwe Laub

Erscheinungstermin:  13. April 2020
Verlag: Heyne
Format: broschiert
Seitenzahl: 384
Preis: 14,99 €

"Die Regeln des Überlebens haben sich geändert

Antilopenherden in Südafrika und Fledermauskolonien auf der Schwäbischen Alb: Weltweit verenden innerhalb kürzester Zeit große Tierpopulationen, ganze Arten sterben in erschreckendem Tempo aus. Experten schlagen Alarm, denn das mysteriöse Massensterben scheint vor keiner Spezies Halt zu machen. Der junge Pharmareferent Fabian Nowack stößt auf Hinweise, dass selbst der Fortbestand der Menschheit unmittelbar bedroht ist. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, an dessen Ende unsere Erde nie wieder so sein wird wie zuvor."

Irgendwie hat mir dieses Buch die "oh ha"- Reaktion entlockt. Ich weiß nicht genau, was ich davon halten soll, aber interessant klingt es allemal. Aber vielleicht für manche nicht in der momentanen Situationen geeignet.



"Der Garten meiner Mutter" - Anuradha Roy

Erscheinungstermin:  13. April 2020 [verschoben auf 25.05.2020]
Verlag: Luchterhand Literaturverlag
Format: gebunden
Seitenzahl: 416
Preis: 22,- €

"„In meiner Kindheit war ich als der Junge bekannt, dessen Mutter mit einem Engländer durchgebrannt war“, so beginnt die Geschichte von Myshkin und seiner Mutter Gayatri. Es sind die dreißiger Jahre, Indien hadert mit der britischen Kolonialherrschaft. Da kommen zwei Fremde in den kleinen Ort am Himalaya, der deutsche Maler Walter Spies und eine Tänzerin, und Gayatri, die immer Künstlerin sein wollte, ergreift ihre Chance, der traditionellen Ehe zu entfliehen. Ein großes zeitgeschichtliches Panorama und die ergreifende Geschichte einer ungewöhnlichen Frau, die für ihre Kunst und Freiheit lebt."

Diese Geschichte interessiert mich sehr. Ich habe noch nie über Indien gelesen, kenne zwar einige Eigenheiten und Sitten, da ich indische Freunde habe, aber diese Geschichte klingt wirklich nach etwas anderem, das ich so noch nie gelesen habe. Es ist auf meinen Wunschzettel gewandert. Wie sieht es bei euch aus? Reizt auch das Buch auch?



"Im Herzen des Goldenen Dreiecks" - Pettina Gappah

Erscheinungstermin:  24. April 2020
Verlag: Arche Literatur Verlag AG
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 304
Preis: 12,- €

"In 13 Storys erzählt Petina Gappah von den Menschen in Simbabwe, von ihren Hoffnungen und Ängsten, ihren Träumen, ihrem Lachen und ihrem Weinen: die Witwe eines hohen Staatsbeamten, die an seinem Grab steht und darüber sinniert, wovon sie während seiner Amtszeit Zeugin geworden war; die Hochzeit eines jungen Paares, bei der alle Gäste wissen, dass der Bräutigam Aids hat und auch die Braut daran sterben wird; oder die wohlhabende Frau im Reichenviertel Harares, die nach Johannesburg fliegen muss, um angemessen shoppen gehen zu können.."

Wieder ein Buch, das in einem Land spielt, über das ich bislang noch nie gelesen habe. Diesmal scheinen die Geschichten aber nah an der Realtität angelehnt zu sein und geben uns einen Einblick in das Leben in Simbabwe. Es klingt spannend.



"American Dirt" - Jeanine Cummins

Erscheinungstermin:  21. April 2020
Verlag: Rowohlt Taschenbuch
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 560
Preis: 15,- €

"Eine Mutter und ihr Kind auf einer atemlosen Flucht durch ein Land, das von Gewalt und Korruption regiert wird

Gestern besaß sie noch einen wunderbaren Buchladen.
Gestern war sie glücklich mit ihrem Mann, einem Journalisten.
Gestern waren alle, die sie am meisten liebte, noch da.
Heute ist ihr achtjähriger Sohn Luca alles, was ihr noch geblieben ist.
Für ihn bewaffnet sie sich mit einer Machete.
Für ihn springt sie auf den Wagen eines Hochgeschwindigkeitszugs.
Aber findet sie für ihn die Kraft, immer weiter zu rennen? Furchtlos und verzweifelt, erschöpft und jede Sekunde wachsam.

Lydias gesamte Verwandtschaft wird von einem Drogenkartell ermordet. Nur Lydia und ihr kleiner Sohn Luca überleben das Blutbad und fliehen in Richtung Norden.
Sie kämpfen um ihr Leben."

Das Buch wollte ich heute unbedingt noch nachträglich aufnehmen. Heute habe ich eine Leseprobe gelesen, die ersten 25 Seiten und wow, es hat mich umgehauen. Selten hat mich ein Buch so sehr von Beginn an mitgenommen und berührt. Man ist sofort in der Geschichte drin, die Atmosphäre wird mit der ersten Zeile geschaffen. Respekt. Ich bin gespannt auf den Rest und denke schon, dass ich dieses Buch anschaffen werde, auch wenn es mit einem Rezensionsexemplar nicht klappen sollte. Nur das Cover, ja das gefällt mir nicht, weshalb ich nie darauf aufmerksam geworden wäre... daher wollte ich auch euch hier die Chance geben das Buch wahr zu nehmen.



Wie gefallen euch die Bücher? Auf welche Bücher freut ihr euch im April? 
 

Sonntag, 29. März 2020

Themen Challenge 2020: März (Autorinnen) - Teil 2

Hier nun Teil 2 für das März-Thema "Autorinnen oder ein feministisches Werk" der Themen Challenge von Kerstin (woerterkatze).

Das Thema im März ist "Autorinnen oder ein feministisches Werk" passend zum Weltfrauentag. Wie bereits in Teil 1 erwähnt, habe ich keien feministischen Bücher und verspüre auch keinen Drang solche zu lesen. Aber mit Autorinnen kann ich natürlich dienen. Meine zweite Wahl im März war "Kleine Feuer überall" von Celeste Ng.

Meine Challenge Seite findet ihr HIER



Celeste Ng "Kleine Feuer überall"


Auf dieses Buch hatte ich mich sehr gefreut, da mir das erste Buch "Was ich euch nicht erzählte" der Autorinnen unheimlich gut gefallen hat. Tja, direkt vorweg, ich habe leider wieder gelernt, nur weil ein Buch gut ist, müssen es nicht alle sein. Ich weiß, vielen hat auch dieses Buch gut gefallen. Mir nicht. 

Die Geschichte an sich, fand ich ansprechend und auch passend zum Titel. In dieser equisiten Nachbarschaft, in die Mia, eine Künstlerin, mit ihrer Tocher Pearl ziehen, gibt es viele kleine Problemchen, genau wie in Mias Leben. Es zeigt, wie jeder von uns eben seine Last, seine Vergangenheit mit sich rumträgt. In diesem Roman hat die Vergangenheit vor allem bei den Frauen mittleren Alters immer etwas mit dem Kinderkriegen und/oder dem Leben danach zu tun. Es werden verschiedene Familien beleuchtet und was sie wozu getrieben hat. Die Leben sind wirklich sehr unterschiedlich und interessant. Zudem wird das Leben der jüngeren Generation, der Tochter von Mia und ihren Freunden, den Kindern der Familie Richardson, beleuchtet. Sie sind Teenager und leben ein anscheinend unbekümmertes Leben in einer gut behüteten Welt. 
Doch sobald ein genauerer Blick auf all diese Personen geworfen wird, erkennt man auch ihre dunklen Geheimnisse und ihren wahren Charakter. Hier ist mir der Charakter der Mrs. Robinson sehr übel aufgestoßen und hat das Buch für mich ruiniert. Das muss ich ganz klar so sagen. Ja, sie steht im Gegensatz zu Mia, die eben ein ganz anderes Leben mit ganz anderen Prinzipien führt und die zum Teil einen viel besseren Draht zu all den Teenagern hat als Mrs. Robinson. Aber Mrs. Robinson aggiert unter dem Deckmantel ihres journalistischen Berufs so grausam, so unverschämt, dass ich das Buch beinahe abgebrochen hätte, sogar kurz vor Schluss. Ich fand sie unerträglich. Als Journalistin, als Frau, als Mutter, als Freundin. Einfach nur falsch und hinterhältig. Eine Person, die nichts hinterfragt, immer nur schwarz und weiß sieht, sich auf nichts einlassen kann und auch ihre Kinder nur in schwarz und weiß, unperfekt und perfekt einteilt. So wie alles andere auf der Welt. Fürchterlich. Sie hat mich unheimlcih aufgeregt.

Würde ich noch ein Buch der Autorin lesen? Ja, wahrscheinlich, denn die Idee hinter dem Buch gefiel mir ja gut. Würde ich das nächste Buch eher abbrechen, wenn es mich wieder so aufregt? Eventuell, aber sicherlich wäre es dann tatsächlich das letzte Buch von ihr.

Was denkt ihr über das Buch "Kleine Feuer überall"? Hat euch der Charakter der Mrs. Richardson auch so genervt, wie mich?