Freitag, 9. Juli 2021

Sachbuch: Matt Haig "The Comfort Book: Gedanken, die mir Hoffnung machen"

 [Werbung, Rezensionexemplar]


 Matt Haig "The Comfort Book: Gedanken, die mir Hoffnung machen"
 

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© Droemer)

Erscheinungstermin: 01. Juli 2021
Verlag: Droemer
Format: Hardcover
Reihe: /
Seitenzahl: 256
Preis: 20,- €

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Matt Haigs Comfort Book ist ein Kompendium liebevoller und tiefgründiger Texte, die Mut machen für jeden Tag. Seine Worte verzaubern durch ihre tiefe Selbsterkenntnis, Akzeptanz und den feinfühligen Blick für das, was uns zum Menschen macht.

»Nichts ist stärker als eine kleine Hoffnung, die niemals aufgibt.« Matt Haig

Matt Haigs hier versammelte Gedanken, Erinnerungen und Beobachtungen sind mal Ausdruck von Verzweiflung, mal von Hoffnung - ihn selbst haben sie durch die schwere Zeit seiner Depression getragen und ihm Halt gegeben. Dabei beeindrucken sie nicht nur mit einem tiefen Verständnis seiner eigenen Gefühlswelt, sondern sind zugleich so berührende wie anregende Erkenntnisse darüber, was uns alle in unserem Innersten verbindet. Seine kurzen Texte und seine eigenen Erfahrungen mit Depressionen sind eine tägliche Anregung, unsere Ängste, unseren Schmerz und unsere Wünsche mit anderen Augen zu sehen. Tiefsinnig und zugleich leichtgängig vermitteln sie Hoffnung und sind eine Einladung, uns selbst besser kennenzulernen.

Matt Haigs neues Buch ist ein täglicher Begleiter, der uns zeigt, dass wir nicht allein sind, wenn der Schmerz unerträglich scheint, und uns wieder die schönen Seiten des Lebens sehen lässt."


Zum Autor:
Matt Haig ist ein britischer Autor von Kinder- und Erwachsenenliteratur. Seine Bücher wurden in mehr als 40 Sprachen übersetzt und zum Teil prämiert. In seinen Erwachsenenbücher sind seine persönlichen Erfahrungen mit Depressionen und Angststörungen stets ein zentrales Thema. [Vergleiche: https://www.droemer-knaur.de/autor/matt-haig-3005705, 12.02.2021, 11:56 Uhr; http://www.matthaig.com/life/, 09.07.2021, 21:06 Uhr]
 
Zum Cover: 
Dieses wunderschöne Cover war das erste, was meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat, noch bevor ich gesehen hatte, wer der Autor ist oder wovon das Buch handelt. Die verschiedenen Farben und der gelbe Halbkreis, der wie eine aufgehende Sonne aussieht, verbreiten einen fröhlichen Eindruck und passen zum Untertitel "Gedanken, die mir Hoffnung machen".

Zum Buch: 

Dieses Buch ist eine bunte Sammlung kurzer Texte, die der Autor wohl so oder so ähnlich vor, während oder nach seiner depressiven Phase notiert hat. Es sind Gedanken, die ihm persönlich Hoffnung gegeben haben und nun sollen sie ähnlich auf seine Leserschaft wirken. Zu Beginn des Buches gibt es ein paar erläuternde Worte, dass man das Buch nicht unbedingt stringent von vorne nach hinten lesen muss, sondern es auch einfach irgendwo aufschlagen könnte. Ich habe es trotzdem vom Anfang zum Ende gelesen. Es ist in vier Teile gegliedert, die jedoch keine Überschriften tragen außer "Teil eins" usw. 

Mein Eindruck ist, dass Teil eins davon handelt, der/dem Leser:in zu vermitteln "Du bist genug" und den Gedanken zu wecken einen Schritt nach dem anderen zu tun. Außerdem geht es dort viel um Selbstfürsorge. In diesem Teil habe ich mir einige Dinge markiert, vor allem schlagkräftige Sätze zu denen man immer mal wieder zurückkommen kann. Teil zwei beschäftigt sich mehr mit den anderen Menschen. Es handelt davon, dass man erkennt, dass man nicht selbst die schlechten Gefühle ist, die man gerade fühlt. Gut gefallen haben mir hier die Tipps wie man einen schlechten Tag besser machen kann. Teil drei schien mir eine Zusammenführung der ersten beiden Teile zu sein. Es ging um Anpassung und um Begegnungen mit anderen Menschen. Der vierte Teil konnte mir dann am wenigsten geben. Dort ging es für mich eher philosophisch zu und ich konnte wenig finden, das ich für den Alltag nutzen könnte.

Alles in allem lässt sich das Buch sehr gut lesen und auch, wie vom Autor zu Beginn angemerkt, immer mal wieder für ein paar Seiten zur Hand nehmen. Abgesehen von kurzen Texten, die zwei bis drei Seiten umfassen, findet man dort viele kurze Gedanken, die nur ein paar Zeilen lang sind oder Listen mit Filmen, Liedern oder anderen Gedanken, die Mut machen sollen. Auch ein Rezept für Soul-Food hat der Autor notiert, welches ich auf jeden Fall einmal ausprobieren werde.  


Fazit:
Ein sehr entspanntes Buch zu einem eigentlich sehr ernsten Thema. Ein Buch, das man sicherlich immer mal wieder zur Hand nehmen kann, auch um sich daran zu erinnern, dass man selbst wieder aus einem neuen Loch herauskommen wird.

Leseempfehlung:
Das Buch ist definitiv lesenswert, obwohl es bestimmt inhaltlich tiefgründige Bücher zu diesem Thema geben wird. Aber für Zwischendurch und um sich in Erinnerung zu rufen, dass man selbst gut genug ist, ist es sicherlich gut geeignet. 
 

Rating:

13 von 15 Punkten

Montag, 5. Juli 2021

Essays: Emilie Pine "Botschaften an mich selbst"

 [Werbung, Rezensionexemplar]


 Emilie Pine "Botschaften an mich selbst"
 

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© btb)

Erscheinungstermin: 08. März 2021
Verlag: btb
Format: Hardcover
Reihe: /
Seitenzahl: 224
Preis: 20,- €

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Ein radikal aufrichtiges Debüt. Der Nummer-1-Bestseller aus Irland: Emilie Pine spricht wie niemand sonst darüber, was es heißt, im 21. Jahrhundert eine Frau zu sein. Es ist das Buch einer ganzen Generation. Ein Buch über Geburt und Tod, sexuelle Gewalt und Gewalt gegen sich selbst, weiblichen Schmerz, Trauer und Infertilität. Es ist ein Buch über den alkoholkranken Vater, über Tabus des weiblichen Körpers. Und es ist trotz allem ein Buch über Freude, Befriedigung und Glück – unbändig, mutig, und absolut außergewöhnlich erzählt."

Zur Autorin:
Emilie Pine ist Professorin am University College Dublin und wurde bereits mehrfach für ihre zahlreichen wissenschaftlichen Veröffentlichungen ausgezeichnet. "Botschaften an mich selbst" ist ihre erste Veröffentlichung persönlicher Essays, die bereits mit dem "Irish Book of the Year" - Award ausgezeichnet wurde. [Vergleiche: https://www.penguinrandomhouse.de/Autor/Emilie-Pine/p691351.rhd, 04.07.2021, 20:02 Uhr]
 
Zum Cover: 
Das Cover wäre mir so nicht aufgefallen, obwohl es eigentlich ganz hübsch und farbenfroh ist. Die Farben sind dabei nicht knallig und passen alles in allem wirklich gut zu diesem gedankenvollen Buch.

Zum Buch: 

In diesem Buch schreibt Emilie Pine über ihr Leben. In sieben mal kürzeren, mal längeren Essays schreibt sie über diverse Themen in ihrem Leben. Themen, die sie begleitet haben und die sie zu dem Menschen gemacht haben, der sie jetzt ist. Sie schildert aber nicht nur die Situation, sondern beschreibt auch ausführlich, wie sie in der Vergangenheit darüber gedacht hat, warum sie welche Entscheidungen getroffen hat und wie sie heute darüber denkt. Man erkennt eine ganz klare Entwicklung und das sie ihr eigenes Denken und Handeln reflektiert. Ich kann mir gut vorstellen, dass einige Aspekte dabei schon vor dem Schreiben des Buches in ihrem Kopf herumschwirrten, aber auch, dass manche Dinge ihr erst beim Schreiben gekommen sind. Manchmal ist das Schreiben ja doch ein heilsamer Prozess, der einen erst zum Reflektieren animiert. 

Es ist ein mutiges Buch, da Emilie Pine wirklich sehr persönliche Dinge anspricht, bei denen viele Menschen sicherlich sagen würden "Das ist privat, das geht niemanden etwas an." und natürlich hätten sie auch mit dieser Denkweise Recht. Aber ich denke, eben weil Emilie Pine so persönliche Dinge anspricht, so intime und private Geschichten erzhählt, wird ihr Buchz authentisch und man kann mitfühlen. Natürlich haben ihre Leser:innen nicht genau dieselben Dinge erlebt, aber zumindest ich konnte mich in manchen Gedanken wiederfinden, habe ähnliche Dinge gedacht oder getan, nur in etwas anderen Situationen oder einfach so, ohne eine passende Situation. 

Ich habe mir jeden Tag einen Essay vorgenommen, damit dieser auch sacken kann und ich über ihn nachdenken kann. Das würde ich jeder/jedem Leser:in empfehlen. Lest das Buch nicht in einem Rutsch durch. Dafür ist es zu schade. Es gibt so viele Dinge, die angeregt werden, über die man auch selbst nachdenken sollte!

Da die Überschriften der einzelnen Essays recht treffend sind, kann man mehr oder weniger erkennen, worum ein Essay handelt. So kann man auch problemlos einen weglassen, wenn dieser einen in diesem Moment zu sehr triggern würde oder man sich im Moment einfach nicht auch noch in Buchform mit diesem Thema auseinandersetzen möchte. 

So schreibt Emilie Pine über ein alkoholabhängiges Elternteil, über die Pflege und das Kümmern um dieses im Alter und die kaum existierende Dankbarkeit dafür, das Selbstverständliche und eben die Sicht der Angehörigen, die sich so stark von der der Betroffenen unterscheidet. Sie schreibt über unerfüllte Kinderwünsche, Kinderwunschkliniken und den Stress für die Beziehung, den Druck der Gesellschaft, den Druck, den frau sie häufig selbst macht, gesundheitliche Gründe und der allgemeine Stress, der mit diesem immensen Wunsch verbunden ist. Sie schreibt über Familienverhältnisse in Irland in den letzten Jahrzenten und wie Scheidungen unerlaubt waren, wie ihre Eltern sich auch nach der Legalisierung dieser einfach nicht scheiden ließen und fast ihr ganzes Leben kaum Kontakt hatten. Sie schreibt über ihre rebellische Jugend, über Drogen, Sex, Ausreißen, Schulabbrüche, Schulwechsel, Freundschaften und welche, die keine waren, über zweite und dritte Chancen, übers "die Kurve kriegen" und wie sie heute darüber denkt. Und sie schreibt über Feminismus, über Diskriminierung, über die Ungleicheit von Mann und Frau im Beruf, die Ansprüche, den Sexismus, die allgemeine Akzeptanz dieser in der Gesellschaft. Es ist einfach ein wow-Buch.


Fazit:
Ich wurde über die sozialen Medien auf dieses Buch aufmerksam und da mir die Leseprobe gut gefallen hat, habe ich das Buch ohne weitere Erwartungen angefragt. Es hat mich umgehauen und wird definitiv zu einem Jahreshighlight. Es ist ehrlich, es ist authentisch, es gibt einem so viel zu denken und sich selbst zu refelktieren.

Leseempfehlung:
Eine absolute Leseempfehlung.
 

Rating:

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Samstag, 3. Juli 2021

Zurückgeschaut auf den Juni 2021

[Werbung, unbezahlt, teils Rezensionsexemplare]  

  

Hallo ihr Lieben,

hier ist wieder der nächste Monatsrückblick. Soll ich auch noch einmal erwähnen, wie unbegreiflich es ist, dass das halbe Jahr schon wieder rum ist? O.O Ich habe ihm Juni weniger gelesen, als in den Vormonaten, aber immer noch mehr als in den Jahren vor Corona (wie das klingt, werden wir unsere Leben jetzt in "vor", "während" und "nach" C einteilen, wenn wir etwas berichten?). Diesen Monat waren es sechs Bücher, oder fünf Bücher und ein Reiseführer. Insgesamt 1964 Seiten plus ein paar weitere in angefangenen Büchern. Es ist okay.

| mein Leben |

Im Juni ging es auf der Arbeit wieder richtig los und obwohl es natürlich anders anstrengend war als zuvor, hat es hauptsächlich einfach nur Spaß gemacht, alle Kinder und Kolleg:innen täglich zu sehen. Anfang Juni bekam ich zudem meine zweite Impfung, die mich wieder etwas aus der Bahn geworfen hat. Um diesen Zeitpunkt rum habe ich mich auch im Reisebüro erkundigt, was diesen Sommer so geht. Rundreisen, die ich sonst im Sommer mache, schienen leider sehr unwahrscheinlich und es wurde mir angeboten etwas zu buchen, aber direkt auch gesagt, dass das Risiko einer last-minute Stornierung sehr hoch wäre, was mir jedoch vorab schon bewusst gewesen war. Somit mache ich diesen Sommer etwas, das ich alleine so noch nie gemacht habe: eine Pauschalreise. Eine Woche nur chillen. Noch bin ich skeptisch, aber ich werde einfach viele Bücher mitnehmen, rechne so mit pro Tag 200-400 Seiten. Außerdem habe ich im Juni wieder auswärts gegessen, am Service muss bitte noch gearbeitet werden, ich könnte eine top ten des "nicht Services" aufstellen... Von vergessenen Bestellungen mit 1,5 Stunden Wartezeit bis zum Tisch putzen während eine Person noch isst, war alles dabei. Auch Fußball habe ich ausgiebig geschaut und dafür einige Lesestunden geopfert. Alles in allem war es ein Monat, der sich etwas wie Normalität angefühlt hat. Toll!
 

 
| aktuelle Geschichte(n) |
 
Ich nehme "The Adventures of Huckleberry Finn" von Mark Twain in den dritten Monat. Es ist nicht schlecht, aber die diversen englischen Dialekte fördern nicht gerade meine Lesemotivation. Ich bin auch nicht viel weiter gekommen und befinde mich gerade auf Seite 91 von 359.
 
Außerdem habe ich "The Comfort Book - Gedanken, die mir Hoffnung machen" von Matt Haig angefangen. Dieses Buch möchte ich langsam lesen und es genießen. Ich habe mir bereits ein paar Markierungen gemacht und Rezepte und andere Dinge vermerkt. Ein tolles Buch, das ich nicht überfliegen will. Ich bin auf Seite 143 von 250. 
 
"Don Quijote" von Cervantes ... im Juli oder August ist es fällig... *fingers crossed*



| Top & Flop des Monats |

Flop:  
"Geiger" von Gustaf Skördeman hatte ich überall gesehen und obwohl die Rezensionen stark schwankten, war ich sehr neugierig auf dieses Buch. Mit den Themen DDR, Spionage und Terrorismus klang es sehr spannend. Leider war es das dann nicht und zog sich ziemlich in die Länge. Außerdem standen in einem Großteil des Buches sexueller Missbrauch, Kindesmissbrauch und Prostitution im Mittelpunkt, wozu es an keiner Stelle eine Triggerwarnung gegeben hatte, noch wurde es im Klappentext auch nur mit einem Wort erwähnt. Mit der Protagonistin bin ich zudem genauso wenig warm geworden wie mit allen anderen Charakteren. Alles in allem habe ich mich am Ende gefragt, wie dieses Buch von einem Großverlag überhaupt veröffentlicht werden konnte. 5/15 Punkten
 
Top:
"Botschaften an mich selbst" von Emelie Pine wird sicherlich eins meiner Jahreshighlights werden. Ich hatte es überall auf Instagram gesehen und bin neugierig geworden. Das Buch hat meine hohen Erwartungen voll und ganz erfüllt. Die Essays der Autorin behandeln viele wichtige Themen und sind ehrlich, ungefiltert und real geschrieben. Man kann mitfühlen und sich vielleicht auch in die eine oder andere Situation hineinfühlen, egal, ob man sie genau so oder so ähnlich erlebt hat oder einfach in anderen Sitautionen ähnliche Gedanken gehabt hat. Ich habe jeden Tag einen Essay gelesen, um diesen dann sacken lassen zu können. Sie schreibt unter anderem über ihren alkoholkranken Vater, ihre Jugend mit diversen Exzessen, den Kinderwunsch und die Situation einer erfolgreichen Frau in unserer Gesellschaft. Ein wirklich grandioses Buch, das ich definitiv in Zukunft auch verschenken werde. 15/15 Punkten Rezension folgt im Juli.
 

| Gelesen |

"Die Harpyie" von Megan Hunter reizte mich im Juni als erstes. Ich ging ganz ohne Erwartungen an das Buch und das war wohl auch gut so. Der erste Gedanke, den ich nach dem Beenden des Buches hatte, war "Es macht depressiv." Das Buch verströmt in seiner Gesamtheit eine extrem negative Stimmung. Es ließ sich zwar leicht lesen und war von der Idee her mal etwas anderes, sodass ich wirklich gut durchgekommen bin, aber es hinterließ kein gutes Gefühl. 9/15 Punkten
 
"Todeskäfig" von Ellison Cooper lag schon knapp 1,5 Jahre auf meinem SuB und das ganz zu Unrecht. Das Buch hatte ein wahnsinnig gutes Tempe und interessante Charaktere, obwohl ich anfangs nicht ganz wusste, was ich von einigen halten sollte. Sie haben alle viele Ecken und raue Kanten. Ich konnte super mitermitteln und meine eigenen Vermutungen aufstellen, das hatte ich schon lange bei keinem Thriller mehr! Am Ende hatte ich tatsächlich den richtigen Verdacht, aber das Buch war so gut geschrieben, dass ich zu keinem Zeitpunkt wirklich sicher sein konnte und das Buch für mich damit überhaupt nicht vorhersehbar gewesen ist. Zum Glück gibt es auch einen zweiten Band und bald erscheint der dritte! Ich werde weiterlesen! 15/15 Punkten 

"Mykonos 2021" von Apostolos Nikolaidis ist ein Reiseführer, den ich mir über Books on Demand bestellt habe. Er ist kurz und knapp verfasst mit einigen Hinweisen, die ich ganz sinnvoll fand. So habe ich mir einen Ausflug nach Delos und eine Fahrt mit dem SeaBus zu einem kleinen Strand rausgesucht sowie ein paar Restaurant und Bars rausgesucht. Lediglich wirkliche Shopping Tipps haben mir gefehlt. Es gab zwar ein "wer viel Geld hat, kann in den Galerien..." aber mir geht es eher um  hübsche Kleinigkeiten. Das fehlte mir, daher 13/15 Punkten vor der Reise.

Hier lag dann noch mein vorerst letztes Rezensionsexemplar "Tödliche Sonate" von Natasha Korsakova, das ich von der Autorin zugeschickt bekommen habe. Bei dem Buch handelt es sich um einen Krimi, der in Italien spielt und einen starken musikalischen Hintergrund hat. Ich selbst habe wenig Ahnung von klassischer Musik und Instrumenten. Der Krimi ließ sich leicht lesen, obwohl ich regelmäßig über die vielen italienischen Namen gestolpert bin, war mir jedoch nicht spannend genug und im Tempo zu langsam. Die Kommissare verfolgen diverse Hinweise, die sich jedoch alle immer als unnütz erweisen, sodass sie sogar kurz vor Ende im Dunkeln tappen und dann auf einmal ist alles klar. Hmmm, es hat mich nicht überzeugt. Die historischen Kapitel, die im 18. Jahrhundert beginnen und uns den Weg einer besonderen Geige aufzeigen, haben mich dagegen viel mehr begeistert. Sie klangen authentisch und sprachlich der Zeit angemessen. Sie waren mein Highlight in dem Buch. 8/15 Punkten

"Botschaften an mich selbst" von Emilie Pine , 15/15 Punkten.

"Geiger" von Gustaf Skördeman , 5/15 Punkten.

 
 

| Rezensiert | 
 
"Fräulein Mozart und der Klang der Liebe" von Beate Maly LINK
"Der Algorithmus der Menschlichkeit" von Vera Buck LINK 
"Tödliche Sonate" von Natasha Korsakova LINK


| new in |
 
Ich liebe die "seasons edition" des Thomas Nelson Verlags aus den USA, auch wenn es mich immer lange kostet ein Buch zu beenden. Dieses Jahr erschienen eigentlich Ende März die vier Bücher der "spring" Reihe. Eigentlich, weil es eine Odysee war bis überhaupt eins der Bücher bei mir war. Ich habe sie bei Amazon vorbestellt, was bei der "winter" sowie "summer" edition im letzten Jahr problemlos funktioniert hat. Tja, als es dieses Jahr soweit war, bekam ich nur eine Mail, dass ein Buch storniert wurde und die anderen kein Versanddatum hätten. Somit habe ich ein paar Tage später dann bei Amazon.uk bestellt, da sie dort zumindest für Ende Mai angekündigt waren. Der Tag kam und auch dort passierte erstmal nichts. Daraufhin habe ich sie auch noch ein drittes Mal bei Thalia bestellt... Somit kamen dann Anfang Juni tatsächlich ein Buch durch Thalia und ein weiteres von Amazon.uk. Die deutsche Bestellung hatte ich da schon storniert. "TheSecret Garden" erhielt ich dann sogar zweimal, da sie plötzlich am selben Tag verschickt worden waren und ich keins stornieren konnte... Oh man, ich sags euch! Und auch das vierte Buch hat noch seinen Weg zu mir gefunden. :) Ich bin sehr gespannt, ob die letzte Edition "fall" Ende August auch so ein hin und her sein wird. Bislang habe ich sie nur auf einer Plattform vorbestellt...

"The Hunchback of Notre Dame" von Victor Hugo [ENG]
"The Adventures of Sherlock Holmes" von Arthur Conan Doyle [ENG]
"The Secret Garden" von Frances Hodgson Burnett [ENG]
"Emma" von Jane Austen [ENG]

Aber auch an anderen Büchern habe ich nicht gespart... xD

"Freed"(50 Shades of Grey as told by Christian #3) von E. L. James  [ENG]
"Vanitas - Schwarz wie Erde" (Vanitas #1) von Ursula Poznanski
"The Forth Monkey - Geboren, um zu töten" (Forth Monkey #1) von J. D. Barker 
"Die falsche Neun" (Scott Manson #3) von Philip Kerr
"Mykonos 2021" - Apostolos Nikolaidis (bereits gelesen)
"Botschaften an mich selbst" - Emilie Pine (Rezensionsexemplar, bereits gelesen)
"The Comfort Book: Gedanken, die mir Hoffnung machen" - Matt Haig (Rezensionsexemplar)

Meinen gesamten SuB findet ihr übringens hier

 

| Challenges |

21 für 2021: Im Juni konnte ich "Todeskäfig" von der Liste streichen. Damit sind es 6/21 gelesene Bücher. Die ganze Liste findet ihr hier.

#DasSuBabc: Im Juni konnte "Todeskäfig" ebenfalls zu dieser Challange hinzugefügt werden. Die Liste findet ihr hier.

 
Die Idee zu den Beiträgen auf diese Art findet ihr bei kejaswortrausch.
 
 
Liebe Grüße und bleibt gesund,
Sandra

Donnerstag, 1. Juli 2021

TTT: Bücher, von Autor:innen, deren Nachname mit S beginnt

[Werbung, unbezahlt, Alle Coverrechte liegen bei den Verlagen.]

 



Jeden Donnerstag geht es darum, zu einem vorgegebenen Thema eine "Top 10" zu erstellen, bzw. eine Liste mit 10 Büchern (ohne Ranking). Wer mehr dazu wissen möchte, schaut am besten direkt im Beitrag von Weltenwanderer vorbei, dort findet ihr auch immer die kommenden Themen.
 
 
10 Bücher von Autor:innen, deren Nachname mit S anfängt



Saint-Exupéry, Antoine de "Der kleine Prinz": Ich habe das Buch erst letztes Jahr bewusst gelesen und danach auch das Hörspiel mit meiner Klasse gehört. Es ist wirklich so schön!

Scott, Nikola "Das Leuchten jenes Sommers": Ich kannte die Autorin vorher nicht, aber das Buch hat mich direkt angesprochen. Es war dann auch wirklich klasse und ich kann es nur empfehlen. Es treffen zwei Frauen aus unterschiedlichen Generationen aufeinander, die beide kein leichtes Leben haben bzw. hatten.

Sebold, Alice "In meinem Himmel": Ein Buch, das ich vor vielen Jahren gelesen habe, das mich aber sehr berührt hat und sicherlich auch jetzt noch würde. 

Sick, Bastian "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod": Den ersten Band habe ich damals tatsächlich gelesen und weiß, dass ich ihn gar nicht so schlecht fand. Die Folgebände habe ich aber nicht mehr gelesen. Kennt ihr das Buch?

Sigurdardottir, Yrsa "DNA": Der Beginn der Reihe um Kommissar Huldar und die Kinderpsychologin Freyja. Ich mag die beiden Charaktere sehr, daher wurde ich auch von der Reihe ganz gut unterhalten, auch wenn es für mich keine mega guten Thriller sind.

Slaughter, Karin "Belladonna": Mit diesem Buch beginnt die Reihe, oder wie manche sagen "die Reihen" um Sara Linton, Jeffrey Tolliver und Will Trent. Ich liebe sie! Punkt. Mehr ist nicht zu sagen. :D 

Sparks, Nicholas "The Notebook": Ich lese selten solche romantischen Bücher, aber von Nicolas Sparks habe ich zwei gelesen und beide haben mir gut gefallen. Neben "The Notebook" habe ich noch "Dear John" gelesen.
 
Starr, Jason "Phantasien": Das war ein ganz nettes Buch, obwohl ich mir was ganz anderes vorgestellt habe. Es ist eher ein bisschen Krimi als Erotik, wie auch auf dem Cover angedeutet. Trotzdem fand ich es okay.
 
Strelecky, John P. "Das Café am Rande der Welt": Von dem Autor habe ich zwei Bücher gelesen und beide Bücher haben mich jeweils gefunden, nicht ich sie ausgewählt. Und beide kamen damit genau zum richtigen Zeitpunkt. Somit fand ich sie beide sehr gut. Kann mir aber vorstellen, dass das nix ist, was man einfach so mal liest, weil es alle lesen. 
 
Süskind, Patrick "Das Parfüm": Habe ich gefühlt vor einem halben Leben gelesen, aber ich erinnere mich noch an eine bestimmte Szene aus dem Buch. Verrückt oder auch genauso krank wie der Protagonist. Das wäre so ein Kandidat für einen re-read (den ich wohl nie machen werde, weil: Anzahl toller Bücher > Lebenszeit. Offtopic, aber mal ganz ehrlich: Egal wie viel Zeit man fürs Lesen hätte, man würde doch niemals alle Bücher schaffen, die man selbst für lesenswert erachtet, abgesehen von allen Büchern, die andere noch für lesenswert erachten... uff.)

Und nun spaziere ich noch durch eure ganzen "S" - Autor:innen und mache meine lange Leseliste noch länger, weil wir ja jetzt eh wissen, dass es unendlich viele Bücher und nur endlich viel Lebenszeit gibt, also kommt es auf ein paar mehr auch nicht an. :P

 

Verrückte Grüße und bleibt gesund,

Sandra

 

Mittwoch, 30. Juni 2021

Krimi: Natasha Korsakova "Tödliche Sonate"

 [Werbung, Rezensionexemplar]


 Natasha Korsakova "Tödliche Sonate"
 

(
© Heyne)

Erscheinungstermin: 08. Oktober 2018
Verlag: Heyne
Format: Taschenbuch
Reihe: Commissario Di Bernardo #1
Seitenzahl: 448
Preis: 12,99€

"
Wer tötete die Grande Dame der klassischen Musik?

Ein skandalöser Fall erschüttert Rom: Die mächtige und in den Kreisen der klassischen Musik gefürchtete Musikagentin Cornelia Giordano wurde brutal ermordet. Commissario Di Bernardo, erst kürzlich aus Calabrien nach Rom versetzt, muss sich in die Welt der Musikagenten, Opernhäuser und musikalischen Wunderkinder begeben und ermitteln. Es scheint, als sei die Giordano alles andere als beliebt gewesen. Und was hat die „Messias“, Antonio Stradivaris legendäre Violine, mit dem Fall zu tun?"


Zur Autorin:
Natasha Korsakova ist eine internationale Violinisolistin und war in Italien und Chile "Künstlerin des Jahres". Sie lebt in der Schweiz und besucht auch Rom, den Handlungsort ihres Krimis, regelmäßig.  [Vergleiche: https://www.penguinrandomhouse.de/Autor/Natasha-Korsakova/p629040.rhd, 28.06.2021, 17:24 Uhr]
 
Zum Cover: 
Auf dem Cover lässt sich ein Stück eines Streichinstrumentes erkennen sowie die in blaue Farben gehüllten Dächer Roms. Beide Aspekte sind im Buch zentral. Es ist ein schönes Cover, vor allem wenn man es in den Händen hält, hätte aber in der Buchhandlung meine Aufmerksamkeit nicht erlangt, da ich weder Rom erkannt hätte noch mich mit Musik auskenne.

Zum Buch: 
Dieser Krimi beginnt mit einem Prolog, der uns ins 18. Jahrhundert ins Haus von Antonio Stradivari führt. Dort lernen wir mit der Zeit ihn und seine Söhne sowie weitere Nachfahren kennen und machen Bekanntschaft mit einer berühmten Geige. In der Gegenwart passiert direkt zu Beginn ein Mord, welcher dann von Commissario Di Bernardo und seinem Team aufgeklärt werden soll. 
 
So springt dieses Buch in seinen Handlungssträngen immer wieder von der Gegenwart in die Vergangenheit. In der Gegenwart geht es relativ langsam vorwärts, in der Vergangenheit werden mal größere, mal kleinere Zeitsprünge gemacht, immer hin in eine Zeit, die bedeutend für die Geige gewesen ist. 
 
Besonders die historischen Kapitel haben mir außerordentlich gut gefallen. Die Autorin schafft es eine authentische Stimmung zu schaffen und ihre Leser:innen in die damalige Zeit hineinzuversetzen. Sprachlich wirklich klasse! Auch inhaltlich, die Geschichte der Geige sowie der Familie Stradivari und ihrer Freunde und Bekannten, hat mich angesprochen. Obwohl ich nichts über klassische Musik weiß, konnte ich mich reindenken und glaube, das ich auch Gefallen an einem rein historischen Roman aus dieser Zeit und mit diesem Thema finden würde. 

Der Krimi in der Gegenwart kommt dagegen nicht wirklich auf Touren. Ich konnte keine Verbindungen zum Kommissar, seiner Familie oder seinem Team aufbauen. Gelegentlich habe ich den Kopf geschüttelt, da ich mir eine Ermittlung so nicht vorstellen kann. Spuren, die nicht gesehen oder nicht verfolgt werden. Befragte, die Dinge wissen, die sie nicht wissen können und die nicht direkt darauf angesprochen werden. Diese Art der Ermittlung war nicht meins. Auch die Familie der Ermordeten war mir nicht wirklich sympathisch. Lediglich das sogenannte schwarze Schaf der Familie hatte für mich genügend Konturen, Ecken und Kanten, um für mich als Charakter interessant zu sein. Alles in allem war die Kriminalhandlung für mich zu langatmig, zu zäh und drehte sich zu oft im Kreis. Da freute ich mich immer umso mehr auf die historischen Kapitel. Sie lockerten das Ganze auf und ließen sich auf eine viel leichtere Art lesen. Auch das Ende konnte mich dann nicht mehr wirklich packen, obwohl es nicht vorhersehbar war und daher gar nicht schlecht.


Fazit:
Ein Buch mit Höhen und Tiefen. Die historischen Kapitel waren sehr interssant und sprachlich toll gestaltet. Auch war es offensichtlich, dass die Autorin weiß, worüber sie schreibt, sowohl historisch als auch fachlich in Bezug auf Geigen und klassische Musik. Die fachlichen Aspekte wurden gut rübergebracht und waren nicht trocken oder langweilig. Ich habe doch das eine oder andere gelernt. Der Krimi jedoch konnte mich nicht begeistern.

Leseempfehlung:
Für alle, die gerne und viele Krimis lesen, würde ich das Buch nicht bedingungslos empfehlen, da ich in dem Genre definitiv schon Bücher gelesen habe, die mir besser gefallen habe. Wer sich jedoch für klassische Musik und/oder das Violinspiel und die Instrumente interessiert und vielleicht sogar ein Faible für Rom hat, den wird das Buch sicherlich aufgrund der geschaffenen Rahmenbedingungen gut unterhalten. Mittlerweile ist auch Band 2 um Commissario Di Bernardo "Römisches Finale" erschienen.
 

Rating:

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