Montag, 17. Januar 2022

Wochenrückblick 2/2022

    Wochenrückblick KW 2/2022

 

Meine erste Arbeitswoche ist nun auch schon wieder vorbei. Es hat Spaß gemacht, die Kinder wiederzusehen und mit ihnen zu arbeiten, generell war es auch eine wirklich gute Woche. Der Sonnenschein hat zudem für gute Laune gesorgt. Leider zerrt im Moment aber jede Kleinigkeit an mir. Am Freitag erreichte mich jedoch Überraschungspost von Bastei Lübbe und der Lesejury: Ein Stoffbeutel mit der Aufschrift "Was die Welt wirklich braucht, sind Campingplätze in Bibliotheken". Darüber habe ich mich sehr gefreut! 


Gelesen:

Beendet: "Die schwarze Dame" (Peter Hogart #1) von Andreas Gruber

Beendet: "Hummeldumm" von Tommy Jaud

Begonnen: "Der Engel von Warschau: Irena Sendler" von Lea Kampe (Das ist so ein Buch, bei dem ich nach 20 Seiten wusste, das es richtig, richtig gut wird. Vielleicht sogar schon ein Jahreshighlight. Ich kann es nur nicht in den Öffis lesen, weil viel zu emotional.)











Gesehen:

Alles was zählt

 

Getan:

Einiges an Unterrichtsmaterial und anderem Material selbst erstellt

Ausarbeitungen fast beendet

 
Gegessen:

Hähnchenbrust mit Bulgur, Süßkartoffelgnocchi-Pfanne (2x), Chicken Nuggets mit Camembert, Frikadelle mit Schupfnudeln und Gürkchen, Hähnchenfleisch mit Klößen, Sauerkraut und Bohnen (noch von meiner Omi an Weihnachten eingepackt und jetzt aufgetaut. :D )

 

Dankbar für:

regelmäßig einige Stunden Sonnenschein

die Überraschungspost mit dem Stoffbeutel


Instagram @sandraslesewelt:


Auf Instagram gab es je ein Foto zu beiden beendeten Büchern, sowie die Tasche aus der Überraschungspost
 
 
mehr buchige Gedanken:

Ich war diese Woche sehr standhaft im Thalia: Dort gab es am Sale-Tisch vier bis fünf Bücher, die ich eigentlich wirklich gerne lesen möchte. Daher war ich sehr stolz auf mich, da es mich doch Willenskraft gekostet hat. Das kleine Teufelchen auf der einen Schulter flüsterte ständig "Nimm doch wenigstens zwei mit." Ich habe trotzdem keine gekauft. :D Mal sehen, wie lange ich das so schaffe. 

Beim Top Ten Thursday ging es diese Woche um unsere 10 Flops aus 2021. Ansonsten gab es noch die Rezension zum Buch von Andreas Gruber.


Liebe Grüße,
Sandra

Freitag, 14. Januar 2022

Thriller: Andreas Gruber "Die schwarze Dame"

[Werbung, selbstgekauft]


Andreas Gruber "Die schwarze Dame"
 

(© Goldmann)
Erscheinungstermin: 14. September 2020
Verlag: Goldmann
Format: Taschenbuch
Reihe: Peter Hogart #1
Seitenzahl: 384
Preis: 10,99€

"
Auf der Suche nach einer verschwundenen Kollegin wird der Wiener Privatermittler Peter Hogart nach Prag geschickt. Doch die Goldene Stadt zeigt sich ihm von ihrer düstersten Seite: Binnen Stunden hat er nicht nur einige äußerst zwielichtige Gestalten, sondern auch die Prager Kripo gegen sich aufgebracht. Nur die junge Privatdetektivin Ivona Markovic, die gerade eine Reihe bizarrer Verstümmelungsmorde untersucht, scheint auf Hogarts Seite zu stehen. Als die beiden bei einem Anschlag nur knapp dem Tod entrinnen, wird klar, dass es eine Verbindung zwischen ihren Fällen geben muss. Und dass ihnen die Zeit bis zum nächsten Mord davonläuft ... "


Zum Autor:
Andreas Gruber ist ein freier Schriftsteller aus Österreich. Er begann 1996 mit dem Schreiben und war drei Jahre später Preisträger des NÖ Donaufestivals mit einer Kurzgeschichte. Seine Kurzgeschichten sind in Anthologien erschienen, als Hörspiele aufgezeichnet oder als Theaterstücke interpretiert worden. Mittlerweile sind auch seine Romane in einige Sprachen übersetzt und er war für diverse Preise nominiert. [Vergleiche: https://agruber.com/autor/biografie, 14.01.2022, 15:38 Uhr]
 
Zum Cover: 
Das Cover dieser Neuauflage gefällt mir sehr gut. Die düsteren Farben passen gut zu einem Thriller und der farbige Titel tritt gut hervor. Leider konnte ich nicht herausfinden, was genau dort abgebildet ist, wäre natürlich perfekt, wenn es eine Skulptur aus Prag wäre. Wer mir da weiterhelfen kann, sehr gerne in den Kommentaren.

Zum Buch:
Diese Buch startet mit einem Brand in einem Prager Museum und dem Verlust von 12 wertvollen Gemälden. Der Versicherungsdetektiv Peter Hogart wird von einem Bekannten beauftragt nach Tschechien zu fahren und der Sache auf den Grund zu gehen, da die Frau, die hingeschickt wurde, spurlos verschwunden ist. So weit, so gut. Sobald Hogart jedoch in Prag ist, läuft die ganze Sache etwas aus dem Ruder, was nicht zu letzt an einer Frau liegt, der er begegnet. Der Fall entwickelt sich völlig anders als erwartet und plötzlich geht es um einen Serienmörder statt um verbrannte Gemälde. Man lernt Gestalten der Prager Unterwelt kennen und Mitarbeiter der Deutschen Botschaft. Natürlich lernt man auch den Detektiv Hogart besser kennen, aber der blieb für mich leider bis zum Schluss nicht richtig greifbar. Er schien mutig, aber irgendwie auch fahrlässig. Hilfsbereit und freundlich, aber auch unbeholfen. Seine Beweggründe wurden auch immer nur so angeschnitten, irgendwie wollte er ja herausfinden, was mit den Gemälden passiert ist, aber sollte er nicht eigentlich die vermisste Frau suchen? Die kommt mir generell zu kurz. Irgendwie will er sie aber tatsächlich auch finden, doch dann kommt ihm eine andere, eine lebendige Frau in den Quere und die scheint ja auch interessant... Soll das an dieser Stelle dann sowas wie ein Flirt werden? Hmmm. Ne, also der Detektiv war für mich nicht klar genug umrissen und somit wurde ich nicht warm mit ihm. 

Die anderen Charaktere dieses Buchs sind wohl nur in diesem hier relevant, daher lernt man sie zwar kennen, aber zumindest diese musste ich dann nicht mögen. Denn auch sie waren mir nicht sympathisch, was auch nicht allzu schwer war, denn die meisten waren nicht ganz sauber. 

Der Krimifall, der sich dann entwickelt, ist interessant und irgendwie auch spannend. Aber irgendwie auch nicht. Es fällt mir schwer es genau in Worte zu fassen. Ich habe den Eindruck, er hätte mehr Potential gehabt, denn die Idee dahinter war eigentlich ziemlich stark! An dieser Stelle möchte ich nicht spoilern, daher gehe ich nicht in die Details, aber die Grundlage auf der die Morde geschehen, ist eine, wie ich finde, geniale Idee. Der Täter und seine Beweggründe sind dann eher wieder durchschnittlich, konnten mich zwar überzeugen, haben mich aber nicht umgehauen.

Jedoch muss ich sagen, dass dieses Buch unheimlich Lust auf Prag macht, auch wenn man viel von dessen Unterwelt liest. Der Autor hat die Stadt, die Straßen und Gassen, die Gebäude, Friedhöfe und Sehenswürdigkeiten sehr detailliert und liebevoll beschrieben. Er schreibt im Vorwort, dass er für das Buch gemeinsam mit seiner Frau in Prag war, um einen Eindruck von der Stadt zu bekommen und das merkt man. Das hat mir unheimlich gut gefallen! Ich war vor sehr vielen Jahren dort und konnte mich nun an das eine oder andere erinnern.
 
Fazit:
Das Buch war anders als erwartet, aber bislang kannte ich auch nur die "Todes"-Reihe des Autors und die ist einfach ein anderes Kaliber. Dieses hier war der erste Thriller von Gruber und er sagt selbst, dass sich sein Stil in den folgenden Jahren verändert hat. Das merkt man. Das Buch war solide, aber ich hatte höhere Erwartungen.

Leseempfehlung:
Wer den Autor gerne liest, der wird sicherlich auch diesem Buch eine Chance geben und auch alle anderen, die gerne Krimis oder Thriller lesen, werden hier vielleicht gefallen finden. Aber eine uneingeschränkte und überzeugte Leseempfehlung kann ich nicht geben. Außerdem möchte ich eine Triggerwarnung für schweren Kindesmissbrauch aussprechen, die mir am Buch fehlt.

Rating:

9 von 15 Punkten

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7

8

9

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15

 

Donnerstag, 13. Januar 2022

TTT: 10 Flops aus 2021

 [Werbung, unbezahlt, Alle Coverrechte liegen bei den Verlagen.]

 


 
meine 10 buchigen Flops aus 2021
 
Ich habe etwas hin und her überlegt, ob ich die Flops wirklich zeigen möchte. Es ist ja ein absolut persönliches Ding, ob man ein Buch mag oder nicht. Bei meinen sind sicherlich Bücher dabei, die anderen total gut gefallen haben, die mir aber einfach keine Freude bereiten konnten. Schon das erste mag Diskussionen aufkommen lassen, da es wirklich viele sehr gut fanden. Ich habe es abgebrochen und verstehe den Hype so gar nicht. Daher verberge ich den Inhalt dieses Beitrags mal hinter einen Jumpcut. Wer möchte, klickt drauf und liest, wer nicht, der lässt es bleiben.

Montag, 10. Januar 2022

Wochenrückblick 1/2022

    Wochenrückblick KW 1/2022

 

Meine zweite Ferienwoche war ebenfalls bestimmt von Arbeit und ich verbrachte sie größtenteils im Arbeitszimmer am Schreibtisch und Laptop, bin aber froh nun diese zwei Wochen gehabt zu haben, in denen ich wenigstens nicht früh aufstehen und noch zusätzlich regulär arbeiten musste.

Einmal habe ich mich mit einer Freundin zum Frühstück getroffen, leider war das Café unserer Wahl noch genau an diesem Tag in den Betriebsferien, was man der Website nicht entnehmen konnte (Warum nicht?!) und wir landeten bei einem Bäcker. Einen anderen Abend habe ich mit zwei Freunden verbracht. Das war eine schöne Ablenkung.


Gelesen:

Beendet: "Die Frequenz des Todes" (Auris #2) von Vincent Kliesch nach einer Idee von Sebastian Fitzek

Beendet: "Todesrauschen" (Auris #3) von Vincent Kliesch nach einer Idee von Sebastian Fitzek

Begonnen: "Die schwarze Dame" (Peter Hogart #1) von Andreas Gruber












Gesehen:

Skispringen: Vier Schanzentournee 

Alles was zählt


Getan:

Fachliteratur gelesen

Ausarbeitungen getippt und andere Dinge getan

mit einer Freundin gefrühstück

mit zwei Freunden die Heiligen 3 Könige gefeiert


Gegessen:

Späzle mit Spitzkohl und Bacon, mini Weißwürste mit Grillkäse und süßem Senf, asiatisch angemachte Nudeln mit Fisch (x2), Roscón mit heißer Schokolade, Perlencouscous-Salat mit Kichererbsen und Ziegenkäse (x2)


Dankbar für:

die unterrichtsfreie Zeit

ausschlafen, obwohl ich zu Anfang der Woche richtig schlecht geschlafen habe


Instagram @sandraslesewelt:



Bei Instagram gab es diese Woche die passenden Fotos zu beiden Rezensionen und dem Top Ten Thursday: meine Highlights aus 2021


mehr buchige Gedanken:

Am Montag gingen bereits meine 12für2022 online, Mittwoch dann die erste Rezension zum 2. Band um Auris und am Samstag folgte die Rezension zum 3. Band. Am Donnerstag gab es noch den Top Ten Thursday.

Ansonsten freue ich mich darüber, dass ich in dieser Woche noch so viel lesen konnte und den SuB um 2 verkleinert habe. Man soll sich ja über die kleinen Fortschritte freuen. ;-)


Liebe Grüße,
Sandra

Samstag, 8. Januar 2022

Thriller: Vincent Kliesch "Todesrauschen"

[Werbung, selbstgekauft]


Vincent Kliesch "Todesrauschen: Auris" nach einer Idee von Sebastian Fitzek
 

(
© Droemer)

Übersetzung: /
Erscheinungstermin: 01. März 2021
Verlag: Droemer
Format: Taschenbuch
Reihe: Auris #3
Seitenzahl: 352
Preis: 12,99 €

"
Seit Jahren versucht die erfolgreiche True-Crime-Podcasterin Jula Ansorge die Wahrheit über das Schicksal ihres unter mysteriösen Umständen verschwundenen Bruders herauszubekommen. Moritz wurde von der Polizei erst eines abscheulichen Verbrechens beschuldigt und später von den Behörden für tot erklärt. Matthias Hegel, der berühmte forensische Phonetiker, behauptet Beweise zu haben, dass Moritz noch lebt. Doch der ebenso zwielichtige wie skrupellose Experte, der nur eine Stimmprobe braucht, um die Psyche eines Täters zu analysieren, hat Jula schon oft belogen und manipuliert.
Ein letztes Mal will sie sich mit ihm treffen. Dabei kommt es zur Katastrophe: Jula und Hegel werden brutal entführt. Anscheinend gibt es noch jemanden, der Moritz aufspüren will - und um ihn zu finden, schreckt der Täter auch vor grausamster Folter nicht zurück. Jula und Hegel, das ungleiche und verfeindete Ermittlerpaar, stecken in einem unlösbaren, mörderischen Dilemma: Lösen sie gemeinsam das letzte Rätsel um Moritz, wird Julas Bruder umgebracht. Lösen sie es nicht, sterben sie selbst qualvoll in Gefangenschaft ..."


Zum Autor:
Vincent Kliesch ist ein deutscher Autor aus Berlin. Seine erste Thriller-Reihe schrieb veröffentlichte er 2010. Die Reihe um "Auris" schreibt er auf Grundlage einer Idee von Sebastian Fitzek. [Vergleiche: https://www.droemer-knaur.de/autor/vincent-kliesch-3002853, 04.01.2022, 14:37 Uhr]
 
Zum Cover: 
Das Cover gefällt mir wieder gut, jedoch frage ich mich, warum es schwarz sein musste, wenn die ersten beiden Bände eher weißlich-grau waren und offensichtlich Band vier auch wieder weißlich-grau wird. Das stört mich etwas an der Optik der Reihe.

Zum Buch:
Dies ist der dritte Band um die Podcasterin Jula Ansorge und den akustischen Phorensiker Mathias Hegel aka Auris. In diesem Band stehen die beiden absolut im Fokus, da sie zu Beginn selbst Opfer einer Straftat werden und sich im Anschluss das gesamte Buch über vesuchen aus den Fängen ihrer Entführer zu befreien. Die Geschichte, die mit den beiden in Gefangenschaft spielt, fand ich wenig ereignisreich. Klar, es passiert nicht nichts, aber das was passiert, fand ich persönlich nicht spannend. Außerhalb dessen kümmert sich hauptsächlich der 14jährige Halbbruder Julas um den Fall. Tja, ein Teenager. Das fasst es für mich auch schon zusammen. Man im Buch aber auch etwas mehr über Paul, den Ex-Freund von Jula, Hadrian, ihren Hacker und Moritz, ihren verschwundenen leiblichen Bruder. Diese Stellen haben mir sehr gut gefallen und man konnte etwas selbst spekulieren, was hinter diesen Charakteren steckt. In Bezug auf Moritz hatte ich irgendwann den richtigen Riecher. In Bezug auf Hadrian lag ich aber falsch und Paul hat mich sehr überrascht, diese Rolle hätte ich ihm nie zugetraut. Trotzdem passierte mir in Bezug auf diese Charaktere einfach im Großen und Ganzen zu wenig. Erst am Ende wurde es richtig interessant und auch ein wenig spannend. 

Was mir aber bei der Hälfte des Buches wirklich gar nicht mehr gefallen hat, war wie Jula dargestellt wurde. Sie war so etwas wie die angsfreie Heldin, die sich allem entgegenstellte, die mutig die Bösen anging und selten eine wirklich passende Regung zeigte. Jula ist in diesem Buch eien Podcasterin, eine junge Frau, die in der Vergangenheit vergewaltigt wurde. Sie ist keine Agentin, die für extreme Situationen ausgebildet wurde und die Nerven behalten sollte. Das fand ich daher sehr unpassend. Jula wirkte immer so tough, was ich für total unrealistisch halte. Es wurde mir in dem Buch wirklich zu viel und extrem unglaubwürdig.

Wie bereits gesagt, fand ich das Ende dann wieder ganz gut und es holte doch noch etwas raus, was ich im Rest des Buches vermisst hatte. Der Cliffhanger macht mich dieses Mal aber nicht besonders neugierig.

Alles in allem bin ich trotzdem gut durch das Buch gekommen. Das rechne ich aber dem guten Schreibstil des Autors zu, nicht seiner gesponnenen Geschichte. Ich mag wie er schreibt, seine Wortwahl, den Stil, das Tempo der Bücher. Es nimmt einen mit und die kurzen Kapitel geben einem die Möglichkeit das Buch hin und wieder problemlos zu unterbrechen.
 
Fazit:
Der dritte Band war für mich bislang der schwächste. Die Geschichte rund um Moritz nimmt zwar an Fahrt zu und man erfährt viel Neues über ihn, aber generell passiert mir irgendwie zu wenig und der Charakter Jula wirkt für mich total überzogen.

Leseempfehlung:
Wer an der Reihe dran bleiben möchte, wird um dieses Buch nicht herum kommen. Als Einzelband würde ich es aber nicht empfehlen, da gibt es meiner Meinung nach bessere Thriller.

Rating:

9 von 15 Punkten

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