"Ich bin Circe" von Madeline MillerPersönlich hat mir das Buch "Das Lied des Achill" der Autorin besser gefallen, aber die meisten Lesenden mochten Circe mehr und da ein Klassiker ja etwas sein sollte, das möglichst viele Menschen sehr gerne gelesen haben und weiterhin lesen, habe ich dieses Buch gewählt. Für mich passt es auch gut als Abbild unserer Zeit, da aktuell bzw. mittlerweile wird es langsam wieder weniger, habe ich den Eindruck, viele Neuauflagen der griechischen Mythologie erscheinen und gern gelesen werden. "Circe" war mit eines der ersten Bücher, die wieder bekannter und beliebter wurden, daher ein möglicher Klassiker für mich.
"Die sieben Männer der Evelyn Hugo" von Taylor Jenkins Reid
Klassiker werden oft auch von großen Autoren oder Autorinnen geschrieben bzw. von welchen, die dafür gehalten werden - damals oder heute. Diese Autorin zählt in der Gegewart dazu, auch wenn ich selbst bislang wirklich nur dieses Buch von ihr gelesen habe. Und vielleicht sagen manche von euch, dass "Daisy Jones & The Six" dann eher zum Klassiker werden sollte - das habe ich aber noch nicht gelesen und kann es daher nicht beurteilen. Aber hey, Jane Austen hat gefühlt 1000 Klassiker geschrieben. ;-) "Die sieben Männer der Evelyn Hugo" finde ich so schön provokativ, allein schon der Titel. Es ist für mich kein feministisches Buch, mit denen habe ich es oft nicht so, aber es zeigt eben doch, dass einige Frauen der Gegenwart nicht das brave Hausmütterchen der Vergangenheit sein wollen und ordentlich aus der Reihe tanzen. Soll die Zukunft darüber lesen!
"Fourth Wing" von Rebecca Yarros
Tja, in meinen Augen hat dieses Buch es verdient für immer gelesen zu werden. *lach* Zumindest Band eins. Außerdem ist es eine gute Mischung aus Gut und Böse, einer detailreichen fantastischen Welt mit Drachen und dem Anteil an intimer Interaktion, die den Lesegeschmack der aktuellen Leserschaft trifft. Ich denke nämlich nicht, dass es irgendein New Adult Buch zum Klassiker schafft, fände es aber schade, wenn zukünftig ganz unter den Tisch fällt, was in diesen Jahren viele junge Menschen zum Buch und ans Lesen gebracht hat. Denn grundsätzlich zählt, dass sie lesen, nicht was sie lesen.
"Mr. Parnassus' Heim für magisch Begabte" von T. J. Klune
Die Vielfalt, die dieses Buch lebt, die Toleranz und Intergration - all diese Themen sollten in Zukunft nicht nur erhalten, sondern auch in jeder Gesellschaft ausgeweitet werden. Und dieses Buch als Zeichen dafür zu nehmen, dass auch wir heutzutage schon versuchen dies zu leben, fände ich toll. Dies ist so ein Buch, das in der Vergangenheit mehr als einmal vernichtet worden wäre, und das ist für mich Zeichen genug, dass es erhalten werden muss.
"Das Damengambit" von Walter Tevis
Mich konnte das Buch nicht so abholen, wie viele andere, aber das ist okay. Nicht jedes Buch, nicht jeder Klassiker, ist für jede Person geschrieben. Aber irgendwas an diesem Buch sagt mir, dass es als Klassiker taugt. Vielleicht einfach auch schon die Optik durch den Diogenes Verlag *lach*, vielleicht aber genau die Tatsache, dass es eben auch gegenwärtig schon nicht alle anspricht, diese dann aber umso mehr.
"Der Club" von Takis Würger
Ich bin immer wieder beeindruckt, wenn mich dünne Bücher so massiv abholen können, wie dieses es geschafft hat. Inhaltlich definitiv auch zukünftig relevant. Elitäre Gruppen wird es immer geben und solange der männliche Teil unserer Gesellschaft sich nicht weltweit ändert, wird es auch immer solche Dinge geben, wie in diesem Buch beschrieben. Leider. Daher absolut relevant und wichtig.
"Der Schatten des Windes" von Carlos Ruiz Zafón
Ich bin nicht sicher, ob dieses Buch nicht schon irgendwie irgendwo zu den modernen Klassikern gehört. Es ist vom Schreibstil einfach besonders und spaltet die Leserschaft, entweder man mag den Stil oder eben nicht. Auch die Geschichte ist speziell, man merkt gar nicht unbedingt direkt - oder es lag an mir - das dort übernatürliche Dinge geschehen. Es ist alles so subtil und langsam, aber gut langsam. Das Buch ist für mich einfach so ein typischer Fall für einen Klassiker - es ähnelt so sehr Vielem, was ich bisher als "Klassiker" gelesen habe. Von seiner Art her, von meinem Bauchgefühl her.
"Adressat unbekannt" von Kathrine Kressmann Taylor
Dass das Buch ein Klassiker wird, ist irgendwie mein Wunsch. Elke Heidenreich wird zittiert mit "Ich habe nie auf weniger Seiten ein größeres Drama gelesen" und das trifft absolut zu. Das Buch hat nur 80 Seiten und schildert in Briefen die Freundschaft zwischen einem amerikansichen Juden und einem Deutschen zur Zeit der Machtergreifung Hitlers. Es endet mit einem Brief, der mit dem Aufdruck "Adressat unbekannt" zurück kommt. Lest es bitte selbst.
"Die Tribute von Panem" von Suzanne Collins
Ich habe lange gebraucht, bis ich diese Reihe selbst gelesen hatte und die neuen zwei Bände sind hier immer noch nicht eingezogen, aber ähnlich wie bei "Fourth Wing" sehe ich den ersten Band durchaus als Klassiker würdig. Es ist eine großartige Geschichte, mal was ganz anderes, das in jede Zeit passt.
Liebe Sandra,
AntwortenLöschenvon deiner Liste kenne ich nur die Flusskrebse und Das Damengambit. Beide fand ich ebenfalls klasse.
Fourth Wings subs bei mir noch.
Meine Liste: https://buchgarten.wordpress.com/2026/05/21/was-glaubst-du-welche-10-aktuellen-bucher-der-letzten-30-jahre-die-du-kennst-konnten-in-zukunft-zu-einem-klassiker-werden-toptenthursday/
Liebe Grüße
Tanja