Donnerstag, 21. Mai 2015

Buchrezension: "Todesfrist" - Andreas Gruber

Dieses Buch wurde mir vom Bloggerportal kostenlos zur Verfügung gestellt.

Andreas Gruber "Todesfrist"

(Cover vom Bloggerportal)


Zum Autor:
Andreas Gruber ist ein österreichischer, freier Autor, der mittlerweile mehrere Bücher und e-books veröffentlich hat. Neben Thrillern wie diesem hat er auch mehrere Romane veröffentlicht, die bereits sehr erfolgreich verschiedene Preise wie den Phantastik Preis gewonnen haben. Mehr Infos findet ihr auf seiner Website.


Zum Cover:
Das Cover des weiß-grauen Buches zeigt eine Schere sowie Blut. Der Autor, der Titel und das Genre sind mittig abgedruckt. Das Cover passt zum Inhalt des Buches, jedoch setzt es sich nicht von anderen Büchern seines Genres ab. Es wäre mir in einem Buchladen nicht ins Auge gefallen.

Zum Buch:
Ich habe mich für dieses Buch entschieden, da ich auf einem anderen Blog über den zweiten Teil dieser Reihe gelesen habe und mich irgendwie das Interesse gepackt hat. Es klang nach einem Buch bzw. einer Reihe nach meinem Geschmack. Da ich jedoch Bücher gerne in der Reihenfolge lese, auch wenn das häufig nicht nötig wäre, habe ich zuerst zum ersten Buch dieses Ermittlerpaares gegriffen.

Es geht um einen Mann, der scheinbar wahllos Frauen foltert und anschließend tötet. Gleichzeitig setzt er sich mit Angehörigen der entführten Frauen in Kontakt und gibt diesen Rätsel auf, für deren Lösen sie 48 Stunden Zeit haben, um auf diese Weise das Leben der Person retten können. Dabei kristallisiert sich nach und nach heraus, dass der Mörder bei seinen Taten eine vorgegebenen Reihenfolge befolgt. In dem Buch stehen mehrere Personen im Mittelpunkt: Zum einen ein ungleiches Ermittlerduo, welches im Laufe des Buches erst dazu wird: Ein niederländischer, egozentrischer BKA Ermittler sowie eine Frau der Kripo in München. Zum Anderen zwei Psychotherapeutinnen mit verschiedenen Geheimnissen und mehr oder weniger dunklen Flecken in der Vergangenheit.

Weh! Jetzt geht es klipp und klapp mit der Scher' die Daumen ab...
 "Wenn Sie innerhalb von 48 Stunden herausfinden, warum ich diese Frau entführt habe, bleibt sie am Leben. Falls nicht - stirbt sie." Mit dieser Botschaft beginnt das perverse Spiel eines Serienmörders. Er lässt seine Opfer verhungern, ertränkt sie in Tinte oder umhüllt sie bei lebendigem Leib mit Beton. Verzweifelt sucht die Müncher Kommissarin Sabine Nemez nach einer Erklärung, einem Motiv. Erst als sie einen niederländischen Kollegen hinzuzieht, entdecken sie zumindest ein Muster: Ein altes Kinderbuch dient dem Täter als grausame Inspiration - und das birgt noch viele Ideen...
(dem Buchrücken entnommen)

Fazit:
Bei "Todesfrist" handelt es sich um einen sehr intensiven Thriller. Im Laufe der Geschichte passieren mehrere, sehr grausame Morde, die im Verlauf des Buches auch immer detaillierter beschrieben werden. Zu Beginn erfährt man nur von einem Mord, gegen Ende wird ganz genau erzählt was der Mörder unter welchen Umständen wie mit seinem Opfer tut. Für mich war das zu viel. Die letzten circa 100 Seiten konnte ich nicht mehr mit Freude lesen, da ich auf Grund der ganze Grausamkeiten das Buch immer mal wieder zur Seite legen musste und mir teilweise regelrecht übel geworden ist. Das passiert mir selten mit Büchern, aber wenn, dann weiß ich, dass hier eine Grenze für mich überschritten wurde und dies war bei diesem Buch der Fall. 
Es ist trotzdem ein guter Triller, der sehr stringend ist, interessante Charaktere birgt und einer Idee folgt, die ich so noch nicht gelesen habe, so dass er etwas Neues und nicht Ausgelutschtes präsentiert. Das ist immer gut. Die Geschichte ist nicht vorhersagbar, auch wenn man hier und da schon ahnt wer wie involviert sein könnte. Der Mörder ist schon bald keine Überraschung mehr, aber da er so verzwickt vorgeht, bleiben immer noch viele Überraschungen. 
Auch die zwei parallelen Geschichten, das Jetzt der Jagd auf den Mörder, sowie das Früher - seine Sitzungen bei einer Therapeutin, gehen Hand in Hand, nehmen nichts vorweg und wiederholen nichts, was mir sehr wichtig ist. 

Leseempfehlung:
Wer Thriller mag, sollte diesem Buch durchaus eine Chance geben, denn die hat es sich verdient. Man sollte jedoch im Sinn haben, dass es keine leichte Kost ist und es damit - je nach Charaktertyp - in der entsprechenden Umgebung lesen: Ich war froh, dass ich gewisse Pasagen im Bus/Zug und nicht alleine im dunkeln gelesen habe.


Bücher der Maarten S. Sneijder - Reihe:
  1. Todesfrist
  2. Todesurteil

Weitere Thriller, die als Taschenbuch erschienen sind:
  • Rachesommer (wozu es diesen Herbst den nächsten Teil geben soll)
  • Herzgrab

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