Sonntag, 27. September 2015

Buchrezension: Joy Fielding "Das Herz des Bösen"

Joy Fielding ist eine meiner Lieblingsautorinnen und da sie immer nur stand alone Bücher schreibt, kann man sie so schön durcheinander lesen. Ist mal zur Abwechslung sehr entspannt! Heute stelle ich euch das neuste Buch vor, das ich vom Bloggerportal kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen habe:

Joy Fielding "Das Herz des Bösen"

http://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Das-Herz-des-Boesen-Roman/Joy-Fielding/e397979.rhd
(Cover: Bloggerportal,
durch Klicken direkt aufs Cover kommt ihr zum Verlag)

Zur Autorin:
Joy Fielding gehört zu den Top-Autorinnen Amerikas. Sie schreibt hauptsächlich Thriller und hatte ihren Durchbruch vor vielen Jahren mit dem Psychothriller "Lauf, Jane, Lauf" (habe ich auch gelesen und kann es sehr empfehlen). Seitdem sind ihre Bücher stets sehr erfolgreich und landen regelmäßig auf den internationalen Bestsellerlisten. (Quelle: Buchinnenseite)

Zum Cover:
Das Cover zeigt eine Holzhütte im Wald und ist in grau/braun/weiß-Tönen gehalten. Der Name der Autorin ist größer gedruckt als der Titel, was wohl darauf hindeuten soll, dass die Leser allein aufgrund des Namen zum Buch greifen. Ansonsten sticht es nämlich nicht heraus und ist allein durchs Cover kein Buch, das ich im Laden in die Hand nehmen würde. Auch bei mir ist es durch den Namen passieren. 

Zum Buch:

Es geht in diesem Roman um Familienverhältnisse, wie sie heutzutage im wahren Leben häufig vorkommen: Eine Ehe in den letzten Schritten der Scheidung, eine Teenagertochter, die dieser Ehe entsprungen ist, die neue, junge, bildhübsche Freundin des Mannes, der weiterin untreue Mann. Klingt somit ehe nach Familiendrama als Krimi, geschweige den Thriller. Nun fahren all diese Menschen, außer natürlich dem Mann, aber dafür mit zwei Freunde der bald Ex-Frau auf einen Wochenendtripp in die Berge, die zudem von Wald umschlossen sind, so eine Art Nationalpark in Amerika. Durch diverse Umstände landen auch noch alle auf einer Suite und der Ärger beginnt. Gleichzeitig ereignen sich in der fernen Umgebung mehrere Morde an älteren Ehepaaren, die in Wäldern wohnten und irgendwann verschwinden in dem Hotel, indem die Gruppe untergebracht ist, Menschen. Als auch jemand aus der ungewöhnlichen Gruppe verschwindet, machen sich die anderen auf die Suche und stoßen schon bald auf die ersten bösen Überraschungen.

Die Charaktere, die hier im Mittelpunkt stehen, zeichnen sich durch nicht wirklich etwas besonderes aus. Eine junge, hübsche, stets perfekt gestylte Verlobte, die sich aber doch als menschlich herausstellt; eine immer noch an ihrem Ex hängende, eifersüchtige bald Ex-Frau, die an allem etwas auszusetzen hat, vor allem an ihrer Tochter und der neuen Verlobten ihres Ex-Mannes; die Teenagertochter, die alle Clichés eines Teenagers erfüllt; ein schwuler Freund der Ex-Frau und eine ganz in schwarz gekleidete, wohl etwas schräge Freundin der Ex-Frau. Ja, was will man sagen. Eine Gruppe, die absolut jedes denkbare Cliché erfüllt und sich natürlich auch noch genau wie erwartet verhält.

Auch die Geschichte ist so vorhersagbar, wie die Charaktere. Es passiert, was passieren muss und nimmt auch das Ende, das man sich ausmalt. 

Ein einsames Hotel in den Bergen, eine teuflische Serie von Morden und eine Frau, die mit ihrem Leben spielt...

Valerie Rowe ist in keiner beneidenswerten Lage. Sie muss nicht nur der Tatsache ins Auge blicken, dass ihr Mann Evan sie wegen einer jüngeren Frau verlassen will. Eine Verkettung von Umständen führt auch nopch dazu, dass sich Valerie plötzlich mit ihrer pubertierenden Tochter und ihrer verhassten Rivalin gemeinsam in einem entlegenen Luxushotel in den Bergen wiederfindet. Doch die Schönheit der Natur ist trügerisch, denn in der Weite der Wälder hat sich kurz vorher eine grausame Mordserie ereignet - und Valerie ahnt nicht, dass sie sich geradewegs auf einen tödlichen Abgrund zubewegt... (Quelle: Buchrückseite, Klapentext) 

Fazit:
Dieses Buch ist voller Clichés, die Charektere, ihre Optik, ihr Verhalten; das Ausflugsziel, der Verlauf der Geschichte, das Ende. Ich habe schon viele Bücher von Joy Fielding gelesen und natürlich haben mich manche mehr begeistert als andere, aber dieses hier hat mich fast am meisten enttäuscht. Es läst sich leicht lesen, aber es fesselt nicht, da man eben ganz genau sagen kann was passiert. Es wäre durchaus möglich gewesen mit der Idee dieser Mordserie in den Wäldern und Bergen und dazu einer Familie, die dort einen Ausflug unternimmt, eine packende Geschichte zu schreiben, aber dafür hätte es andere Charaktere gebraucht, welche, die spritziger sind, dessen Familien- oder Liebesleben nicht so vordergründig ist, sondern die mit etwas Pepp an die Sache rangehen. Schade.

Leseempfehlung:

Wie immer bei Büchern, die mir selbst nicht gefallen haben, möchte ich nicht generell vom Lesen abraten, manchmal passen auch solche Bücher gerade ins Leben und man kann sich vielleicht mit der ein oder anderen Figur identifizieren und hat dann einen ganz anderen Blick auf die Geschichte, als ich ihn hatte. Lediglich möchte ich darauf hinweisen, das Joy Fielding auch richtig gute, intensive Thriller geschrieben hat und wer sich zum ersten Mal an eins ihrer Bücher wagt und Spannung liebt, dem rate ich zu anderen Büchern der Autorin. Bei Interesse einfach im Kommentar nachfragen und ich empfehle eins.

Rating:

2 von 5 Sternen

Meinen Wunschzettel zum Thema Bücher, also noch nicht angeschaffte Exemplare, findet ihr HIER.

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