Donnerstag, 6. August 2015

Buchrezension: Sara Gran "Die Stadt der Toten"

Nach einer gefühlten Ewigkeiten, nun wieder ein Krimi. Ein Thriller ist es nicht.

Sara Gran "Die Stadt der Toten -  Claire deWitt ermittelt"



Zum Autor:
Sara Gran ist eine amerikanische Schriftstellerin und Drehbuchautorin, die zur Zeit in Kalifornien lebt. Bevor sie diesen Beruf hauptberuflich ausgeübt hat, hat sie in verschiedenen anderen Feldern gearbeitet, die jedoch alle etwas mit Büchern zu tun hatten. Dieses Buch ist ihr erstes der Reihe um die Dedektiven "Claire deWitt" und wurde mit dem deutschen Krimi Preis 2013 ausgezeichnet. (Informationen dem Buch entnommen)


Zum Cover:
Dieses Buch habe ich bereits in verschiedenen Ausführungen gesehen und je nachdem ob es gebunden, brochiert oder ein Taschenbuch ist - so wie dieses hier - variiert das Cover stark. Dieses hier hat meine Aufmerksamkeit durch die knalligen Farben jedoch direkt auf sich gezogen. Es ist komplett in gelb und grün Tönen gehlaten, die sich stark von den meist dunklen oder weißen Covern anderer Krimis absetzen. Der Hintergrund zeigt einen Totenkopf mit einer Sonnebrille, jedoch muss man schon gut hinschauen, um dies direkt zu erkennen. Ich nenne es mal "eine kleine Zugabe zum Cover", eine wirklich gute Idee, sehr kreativ. Der Titel des Buches ist mittig angebracht, der Haupttitel größer als der Untertitel "Claire deWitt ermittelt". Eingerahmt wird das ganze von kleinen, rötlichen Punkten und einem grün/gelb/roten Papagei. Beim Lesen wird auch deutlichwie gut das Cover zum Inalt der Geschichte passt. Der Name der Autorin selbst ist ebenfalls in einer passenden Farbe über dem Titel zu finden. Auch der Buchrücken und die Rückseite sind ähnlich gestaltet und setzen das Buch von vielen anderen seines Genres ab. 

Zum Buch:
Wie bereits erwähnt, ist es das erste Buch einer Reihe um die Dedektivin Claire DeWitt. Es ist mal etwas anderes, dass der Hauptcharakter eines Krimis nicht ein Polizist jeglicher Art, Gerichtsmediziner oder Staatsanwalt ist, sondern eher aus einer unkonventionellen Branche kommt. So ist die Hauptcharakterin jedoch allgemein: unkonventionell. Die Art, wie sie sich gibt, wie sie mit anderen Menschen zusammen arbeitet, wie sie Verdächtige vernimmt und was sie anstellt, um überhaupt an Informationen zu kommen, ist außergewöhnlich. 

Im Großen und Ganzen geht es darum, dass während einer Naturkatastrophe ein Staatsanwalt verschwindet und sein Neffe die Dedektivin beauftragt, nach ihm zu suchen. Dies tut sie dann vor allem auf den Straßen der Stadt, die nach vielen Schicksalsschlägen wie ausgestorben wirkt und in der das Recht des Stärkeren zu herrschen scheint. Dabei begibt sie sich natürlich auch selbst in gefährliche Situationen, aus den meisten sie jedoch glimpflich hervor geht und immer wieder anderen Menschen versucht zu beweisen, dass ihre Art der Ermittlung die Wahre ist. 
Außerdem spielt in der Geschichte ein Dedektivhandbuch eine große Rolle, das immer mal wieder auch bei anderen Personen auftaucht und diese dann auf verworrene Weise verbindet.

"Hurrikan Katrina hat New Orleans verwüstet. Clarie DeWitt soll in diesem Chaos den verschollenen Staatsanwalt Vic Willing finden. Kein Problem für die beste und verrückteste Ermittlerin der Welt! Mit Hilfe ihres Detektivhandbuchs, ihrer I-Ging-Münzen und ihrer Traumdeutungen hat Claire noch jeden Fall gelöst..." (Zitat vom Buchrücken)

Fazit:
Dieser Krimi setzt sich nicht nur durch die auffälligen Farben des Buchumschlags von anderne Büchern seines Genres ab. Auch die gute Portion Humor und der eben mal andere Hauptcharakter machen es zu etwas Anderem. Den Humor muss man mögen, es ist nicht wirklich etwas hochgebildetes, aber auch nichts total plattes, so ein Mittelding; ein wenig arrogant vielleicht, hochnäsig, besserwisserisch, aber auch sympathisch. Zu Anfang fand ich ihn amüsant, irgendwann nicht mehr, aber den Lesefluss hat es nicht gestört. Das Buch lässt sich gut lesen, ist jedoch nicht sehr anspruchsvoll, eher eine leichte Lektüre. Ich hätte am Ende nicht sagen können, wer nun der Mörder ist, jedoch war es auch nicht überraschend als man es dann schließlich erfuhr. Das Buch läuft so vor sich hin, in einem guten Tempo, aber mir fehlen da einfach ein paar Highlights, es hat mich nicht wirklich mitgerissen.

Leseempfehlung:
Das Buch hat seinen Krimipreis meiner Meinung nach durchaus verdient. Man muss sich eben vor Augen halten, es ist ein Krimi, kein Thriller, es gibt kein Blut auf jeder Seite und es werden nicht massenhaft Menschen von einem Psychopathen gejagt. Wer gerne etwas spannendes liest, aber auf Blut und Psycho verzichten kann, der findet hier ein gutes Werk. Natürlich hängt es dann noch davon ab, ob man den Humor mag oder nicht, ist häufig ausschlaggebend beim Lesen, da muss aber jeder für sich entscheiden. Ob ich mir selbst weitere Büchere von Sara Gran anschaffen werde, steht für mich noch nicht fest. 


Weitere Bücher der Reihe:
"Die Stadt der Toten - Claire DeWitt ermittelt" #1
"Das Ende der Welt - Claire DeWitt ermittelt" #2

Andere deutschsprachige Bücher der Autorin:
"Komm näher"
"Dope"

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