Montag, 4. Mai 2015

Buchrezension: U. Poznanski "Stimmen"

Der dritte Thriller von U. Poznanski ist an meinem Geburtstag erschienen, wurde kurz darauf gekauft und ist schon ein paar Tage fertig gelesen.

U. Poznanski "Stimmen"




Zur Autorin:
Zur Autorin habe ich bereits in den Rezensionen ihrer ersten zwei Thriller etwas gesagt. Daher hier nur noch kurz: Eine Dame aus Österreich, die bisher hauptsächlich Jugendliteratur veröffentlicht hat und nun auch Thriller schreibt.


Zum Cover:
Das Cover zeigt Fenster, eine Wand und eien Vogel hinter den Fenstern. Es ist alles in violetten Tönen gehalten, schlicht aber ansprechend. Die Farbe setzt sich von anderen Thrillern, die viel schwarz und rot oder ab und an auch weiß verwenden ab. Der Titel passt sich der Grundfarbe an und ist parallel auf einer Linie mit einer Strebe des Fensters, gleiches gilt für den Namen der Autorin sowie das Genre, alles hält sich schön an die Linien des Fensters, sodass das Cover sehr symmetrisch wirkt. (Und hier kommt wohl mein Mathestudium sehr durch, aber mir gefällt so eine Symmetrie nunmal.) Das Cover gefällt mir wirklich gut!

Zum Buch:
In dem Buch, das dritte in der Reihe dieses Ermittlerduos, ermitteln wieder Beatrice Kaspary und Florin Wenninger zusammen, sowie ihr bekanntes Team mit gutgelaunten und mürrischen Kollegen. Diesesmal dreht es sich alles um eine Klinik für psychisch kranke Menschen, was den ganzen Fall noch erschwert, da das Duo sich nicht hundertprozentig auf die Aussagen der Patienten verlassen kann. Auch das Klinikpersonal scheint teils dubios und rückt in den Blickwinkel der Polizei. Im Laufe der Ermittlungen sterben immer mehr Personen, die zu dieser Klinik gehören, Patienten sowohl als auch Ärzte, sodass es für die Ermittler schwierig ist eine Gruppe von Tatverdächtigen zu ermitteln bzw. auszuschließen. Zudem trifft Kaspary auf eine Patientin, die etwas zu wissen scheint, aber auf Grund ihres Mutismus nicht in der Lage ist ihr verbal weiterzuhelfen.
Auch die private Geschichte des Ermittlerduos entwickelt sich weiter, diesmal überraschend flott!


Und das sagt der Buchrücken (den Einband lasse ich weg, da er sehr viel der Geschichte erzählt):

Er hatte die Zeichen gesehen. Er sah sie seit Jahren schon und hatte immer wieder versucht, die Menschen zu warnen, doch nie wollte jemand ihm glauben. 
Sie hatten ein Opfer dargebracht. 
Auf keinen Fall durften sie ihn hören.
Sie wissen, wer du bist.

Menschen, die wirr vor sich hin murmeln.
Die sich entblößen, Stimmen hören:
Die Psychiatriestation des Klinikums Salzburg-Nord ist auf besonders schwere Fälle spezialisiert. Als einer der Ärzte ermordet in einem Untersuchungsraum gefunden wird, muss die Ermittlerin Beatrice Kaspary versuchen, Informationen aus den Patienten herauszulocken. Aus traumatisierten Seelen, die in ihrer eigenen Welt leben. Und nach eigenen Regeln spielen...
(entnommen vom Buchrücken des Paperbacks)

Fazit:
Ein weiterer gelungener Thriller der Autorin. Bis zum Ende ist nicht klar, wer der wahre Täter ist oder ob es mehrer gibt. Auch die Geschichte der mutistischen Patientin und wie sie eventuell versucht der Ermittlerin weiterzuhelfen, ist interessant gestaltet, man weiß nie so richtig, ob sie tatsächlich versucht zu helfen oder ob es ihr Wesen ist. Trotzdem langweilt es nicht und gibt der Geschichte eine interessante Note. Die Geschichte zwischen dem Ermittlerduo wird in diesem Buch sehr erotisch, jedoch muss ich bemängeln, dass man dies nicht detailliert hätte beschreiben sollen, da die Seiten auf denen die zwei sich im Bett vergnügen vom Schreibstil eher schrecklich sind. Ich lese gerne erotische Romane und habe eine sehr hohe Erwartung an dieses Genre, damit es eben nicht lächerlich wirkt, und leider, leider erfüllt die Autorin an diesem Punkt meine Erwartungen überhaupt nicht. Gut, es ist ja auch ein Thriller, kein Erotikroman, daher fällt es bei meiner Bewertung nicht so sehr ins Gewicht, aber trotzdem habe ich in diesem Passagen sehr viel den Kopf geschüttelt und mich über die Formulierungen amüsiert. Ne, ne, ne, dann lieber nur oberflächlich anschneiden, wir wissen ja was dann läuft. 

Leseempfehlung:
Ich gebe diesem Thriller definitiv eine Leseempfehlung. Die Rahmengeschichte ist mal etwas anderes, die Characktäre sind sympathisch, die Geschichte ist nicht arg vorhersehbar. Das einzige, das mich - neben dem erotisch nicht so tollen Schreibstil auf einigen Seiten - nicht so begeistert hat, ist, dass die Ermittlerin sich am Ende wieder selbst in Gefahr bringt. Dies ist etwas was ihr in den anderen Büchern auch passiert ist und mittlerweile einen etwas dümmlichen Eindruck von ihr hinterlässt. Man sollte doch aus Fehlern lernen... ;-)


Weitere Bücher der Reihe:

1. "Fünf"
2. "Blinde Vögel"
3. "Stimmen"

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen