Montag, 10. November 2014

Review: Flow Magazin #5

Heute stelle ich euch das Flow Magazin #5 vor. 



Bereits vor einem Monat habe ich über meine erste Ausgabe dieses Magazins geschrieben, die damaligen Ausgabe #4. Dort habe ich euch auch Näheres zu dem Magazin erzählt, seine Schwerpunkte, seinen Aufbau, etc. Wer also mehr Infos zum Magazin an sich möchte, schaut bitte hier vorbei. 

Thema
Das Thema dieser Ausgabe heißt "Klein & Groß", worunter man sich natürlich alles und nichts vorstellen kann. Mir half es auf jeden Fall nicht wirklich weiter.

Cover
Das Cover des 5. Magazins ist schlicht und herbstlich gestaltet. Es wird von gedeckten Tönen dominiert und hat einen orangenen Rahmen. Das zum Thema passende Zitat von Charles Simmons lautet "Wahre Größe zeigt sich darin auch im Kleinen groß zu sein.", worunter ich mir dann schon etwas mehr vorstellen konnte, als unter dem Thema an sich. Alles in allem hätte mich dieses Cover nicht dazu bewogen das Heft zu kaufen, wenn ich nicht schon den Vorgänger gekauft hätte, dessen Cover ich optisch ansprechender Fand.

Reiter
Die vier Reiter dieses Hefts sind von der amerikanischen Künstlerin Anna See gestaltet und zeigen durchgängig Tiere, die auch mehr oder weniger zum Herbst passen. Ein wirklich hübsches Eichhörnchen, Füchse, ein Pfau (?, ich gluab, es soll ein anderer Vogel sein, aber ich bin da nicht so gut drin) und ein Vogel (bitte nicht nach der genauen Art fragen). Gefallen mir insgesamt besser als die retro Reiter aus dem letzten Heft.

Einstieg
Die erste Seite, auf der man wieder seinen Namen verewigen kann, zeigt ein wirklich sehr schönes Herbstbild, einen Auschnitt eines leuchtend gelb/orangenen Baumes vor hellblauem Himmel. So schön! Ein wirklich gut gewähltes Bild zum Einstieg, das ein Lächeln auf mein Gesicht gezaubert hat.

Der einleitende Artikel "Das Große Glück der kleinen Dinge" zum Titelthema "Klein & Groß" beschäftigt sich mit der Aussage, dass im Moment der Drang nach immer mehr und immer größer zurück zu gehen scheint. Nicht immer muss es nun die größere Wohnung, der gröere Fernseher oder die teurere Reise sein, sondern langsam reichen auch kleinere, feinere, günstigere Dinge, da wir wieder anfangen das Besondere zu suchen und das muss nicht immer gleichbedeutend mit teuer oder groß sein. Es wird darauf hingewiesen, dass materielle Güter häufig nur Löcher in der Seele stopfen sollen und es werden Beispiele gegeben, dass häufig auch kleine Dinge glücklich machen oder auf lange Sicht hin, sogar glücklicher. 
Dieser Artikel hat mir wirklich gut gefallen, da ich selbst häufig nach diesem Prinzip lebe und eben nicht den neuen, großen Fernseher kaufe, da ich weiß, dass ich ihn im Grunde nicht brauche und mich lieber über ein Mängelexemplar-Buch freue, mit dem ich mich ins warme Bett setzen kann und über das ich im Anschluss genauso gut mit Freunden diskutieren kann, wie über irgendeneinen Millionendollar Film. Ein wirklich schöner Einstieg in das Magazin!

"Feel Connected"
Der erste Reiter startet mit einem Zitat von Sylvia Plath, das mir wirklich gut gefallen hat: "We should meet in another life. We should meet in the air. Me and you." Es erinnerte mich an eine bestimmte Person, daher hat es mich wirklich berührt. 


Die vielen kleinen Ideen/Texte auf der ersten Doppelseite haben mir auch gut gefallen, vor allem der kurze Text über Postcrossing, woran ich, wie ihr vielleicht hier gelesen habt, auch selbst teilnehme. Es ist immer wieder schön zu sehen, wenn das eigene Hobby, die eigene Leidenschaft erwähnt wird. Auch die Idee mit dem Treffpunkt Treppe, wo in einem Treppenhaus eine Treppe zu einer Art Gemenschaftswohnzimmer für die Nachbarn geworden ist, hat mir gut gefallen und mich kurz überlegen lassen, ob so etwas auch in unserem Haus mit 12 Parteien möglich ist, da die Nachbarn alle doch irgendwie symphatisch erscheinen, man sich aber irgendwie auch nach einem Jahr noch nicht wirklich kennt. Schade.

Die "Was machst du gerade?" - Seiten waren auch wieder gut zu lesen. Diesmal haben mich alle drei interessiert, aber keine stach so richtig heraus.

Den Artikel zum Thema "Beziehung" habe ich erst nicht lesen wollen, da er von Alleinerziehenden handelt und mich somit so gar nicht betrifft, habe mir aber dann doch einen Ruck gegeben und muss sagen, auch wenn es nicht mein Thema ist, war der Artikel gut und ansprechend geschrieben und gibt Mut, dass auch dieses Leben nicht aussichtslos ist, man viele Verbündete hat und es sich einfach schön gestalten muss, wie alle anderen Lebenssituationen auch. Es hat sich gelohnt den Artikel doch zu lesen!

Der Lebenslauf, der wieder in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gegliedert ist, handelt von einer Schriftstellerin, von der ich bisher nichts gehört hatte: Birgit Vanderbeke. Er beschreibt zu Beginn wie schwierig es für ein Kind aus Ostdeutschland war in Westdeutschland Anschluss zu finden, wie sie damit umgegangen ist und wie sie im weiteren Leben mit ihrem Mann nach Frankreich gezogen ist und auf welche Probleme sie dort erstmal stoß. Alles in allem ein netter Lebenslauf, aber nichts, das mich gefesselt hat. Trotzdem ganz amüsant.

Der nächste Artikel beschäftigt sich dann wieder mit dem Ausland. In der letzten Ausgabe war es Schweden, was mich nicht wirklich zum Lesen eingeladen hatte, dieses Mal ist es Nicaragua, was ich super spannend fand und den Artikel "Währenddessen in Nicaragua - Aufbruch in die Gleichberechtigung" als einen der ersten gelesen habe. (Obwohl ich in dieser Zeitschrift eher in der Reihenfolge der Artikel lese, keine Ahnung warum.) Der Artikel beschäftigt sich mit der Rolle der Frau in Nicaragua und erzählt von einigen Frauen, die sich gegen das vorherschende Bild und die Gesellschaft aufgelehnt haben, zum Teil aus der Not heraus, und nun erfolgreiche Persönlichkeiten sind, die auf eigenen Beinen stehen und versuchen anderen Frauen im Land Mut zu machen, dass auch sie Rechte und Chancen haben. Ein wirklich bewegender Artikel, der mich auch deshalb sehr interessiert hat, da ich mich für Lateinamerika interessiere und im Grunde fast jeden Artikel über diese Gegend verschlinge. 

In der Kolumne "Spätzünder" von Merle Wuttke geht es dieses Mal um Geduld und obwohl sie wieder sehr frisch und locker flockig geschrieben ist, habe ich mir unter der Überschrift etwas anderes vorgestellt als einen Artikel über Geduld. Na ja, man kann nicht alles haben. Geduld ist bei mir eh abhängig von der Situation. ;-)

Live Mindfully
Dieser Abschnitt beginnt diesmal mit einem Zitat von Charlie Chaplin mit dem ich nicht viel anfangen kann, daher lasse ich es mal weg. Die nächste Doppelseite mit kleinen Ideen/Texten war wieder mit guten Anregungen gefüllt, hat aber nichts gebracht was mich dauerhaft beschäftigt hat. Am besten gefallen hat mir die Idee aus alten Dingen etwas neues zu basteln, z.B. aus alten Konserven Blumenvasen, da ich dieses auch in meinem Kunstunterricht umsetzen könnte.

Der erste Artikel hier steht unter dem Titel Forschung und heißt "Verliebt in die Arbeit", was jedoch einen anderen Inhalt vermuten lässt, als den, der kommt. Es handelt von einem Experiment, in dem es darum ging herauszufinden was Menschen wirklich motiviert und anspornt. Die Ergebnisse überraschen mich nicht, es ist aber schön sie so deutlich zu lesen. Ein guter, kurzer Bericht!

Der folgende Artikel beschäftigt sich mit der Psyche eines Menschen und heißt "Mehr Ruhe im Kopf". Dabei geht es um das ständige Grübeln, die Wirkungen und Folgen für uns. Es werden Gründe fürs Grübeln genannt, Formen des Grübelns und Lösungen. Ich fand den Artikel sehr interessant, da ich selbst Tage habe, an denen ich sehr viel grübel und mir damit manchmal sogar den ganzen Tag ruiniere. Schön zu sehen, dass ich wohl nicht die Einzige bin, denn sonst würde man ja nicht solch einen Artikel in ein Magazin wie Flow bringen! :D 
Die 8 Wege, um dem Grübeln zu entkommen, die auf der folgenden Seite gelistet sind, finde ich auch sehr hilfreich. Ich erinnere mich sogar seitdem immer wieder an den Artikel und erinnere mich daran, dass zu viel Grübeln nichts bringt und zwinge mich fömrlich dazu, oder versuche es, nach kurzen Zeiträumen aufzuhören! Es klappt manchmal sogar! Daher freut mich dieser Artikel bis heute! 
Auch das erste Extra, was sich an dieser Stelle befindet, schließt sich diesem Thema an. Es sind viele kleine Kärtchen zum Thema "Mach-dir-keine-Sorgen". Es war ganz nett sie zu lesen, aber ich werde sie nicht benutzen, wie es vorgeschlagen wird, z.B. eine neben dem Bett oder in der Handtasche haben. Das finde ich zu übertrieben. Daher bleiben sie in der Zeitschrift.

Die "So geht's" - Doppelseite handelt vom "Im hier und jetzt leben" und hat mich mehr amüsiert als interessiert. War alles irgendwie selbstverständlich.

Unter der Unter-Überschrift "Zeitgeist" findet sich diesmal ein Artikel mit dem Titel "Vertraue darauf, dass du schon weißt wie es geht" schließt sich ein wenig dem Artikel über das Grübeln an. Es geht hauptsächlich darum, dass man nicht so viel Wert darauf legen sollten, was andere über einen denken, wenn man dieses oder jenes tut oder eben nicht tut, sondern dass man mehr tut was einem selbst Spaß macht, was einen glücklich macht, seinen Kreatitivtät auslebt und sich Zeit und Ruhe gönnt. Vor allem der Gedanke "Man muss..." soll gestrichen werden. Dem Artikel folgen 10 Tipps, wie man dies umsetzen kann. Auch diesen Artikel fand ich sehr gelungen und thematisch wirklich prima gewählt. Auch dies ist wieder etwas, was ich versuche immer mehr in mein Leben einzubauen, daher hat es mich gefreut darüber zu lesen.
Anschließend folgt wieder die Buchpräsentation eines Büchermenschen, diesmal ein Inhaber einer Buchhandlung. Zwar fand ich diesen Artikel wieder toll, habe diesmal aber kein Buch gefunden, dass mich persönlich interessiert.

Passend zum Thema Lesen folgt auch in dieser Ausgabe wieder eine Werbeanzeige des KNAUR Verlags, in dem dieses Mal eine Verlagsmitarbeiterin in kurzen Sätzen ihren Lesetipp vorstellt. Es handelt sich um das Buch "Das Seelenhaus" von Hannah Kent, das die Geschichte einer Magd im Island des 19. Jahrhunderts erzählt. Kein Buch, das mich reizt. Trotzdem finde ich diese Art der Werbeanzeige total genial! Es sollte mehr davon geben!

Der letzte Artikel zu diesem Reiter gehört dem Titelthema "Klein & Groß" an und steht unter der Unter-Überschrift "Einsicht". Es geht dabei ums Kochen, vor allem mit frischen und natürlichen Produkten und ohne Fertigprodukte. Ein schön geschriebener Artikel, der mich persönlich jetzt aber nicht vom Hocker gerissen hat. Das Thema gesunde Ernährung beschäftigt mich zwar durchaus, aber man liest und hört einfach so viel darüber, dass es nicht mehr den gewünschten Effekt hat.

Spoil Yourself 
Der dritte Reiter beginnt wieder mit einem schöneren Zitat von Oprah Winfrey und ist mit farbenfrohen Luftballons geschmückt. Die kleinen Ideen/Texte der ersten Doppelseite sind auch wieder gut gewählt, haben aber nichts gehabt, was mich besonders interessiert hat.

Das Web Shoppen steht dieses Mal unter den Themen "We <3 Hamburg" (Hafen & Schiff - Zeugs), "Herbst, hurra!" (alles in orange, von Nagellack bis zur Trinkschokolade), "Leicht Anhänglich" (Ketten), "Starke Typen (Wortspiele, Buchstabenaccesoires). Am besten hat mir hier beim Thema Hamburg der Stadtplan "Crumpled City" gefallen, ein scheinbar total zerknitterter Stadtplan. Schaut sehr robust aus und ist mal was anderes. Und auch die Trinkschokolade "Sinnerman Cacao mit Zimt" beim Herbst-Thema schaut interessant aus, aber ich hatte in letzter Zeit bissl zu viel Zimt, als dass sie mich wirklich interessieren würde. Aber vielleicht in Zukunft, nach einer Zimt Pause, denn ich trinke sehr gerne Kakao und probiere da auch gerne neue Sorten aus.

Die Rezepte handeln dieses Mal von verschiedenen Nachtischen wie Zimtschneckenauflauf (ja, wieder Zimt...) oder Pflaumen-Trifle. Ich habe noch keins davon ausprobiert, aber das ein oder andere würde mich schon reizen. Mal sehen, ob ich demnächst etwas davon ausprobiere.

Die inspirierende Lebensgeschichte zeigt diesmal das Leben der Ingrid Bergman, die uns sicherlich allen ein Begriff ist. Ich fand sie interessant, da ich sonst nicht viel über ihr Leben wusste und das ein oder andere hat mich durchaus zum geschockten Staunen gebracht - wie prüde und traditionell die Gesellschaft doch ist! 

Der folgende Artikel zur Unter-Überschrift "Inspiration" heißt "Celindas Tanten bitten zum Tee" und handelt von einer Frau, die altes Porzellan mit Frauenporträts versieht, um es dann wieder zu verkaufen. Eine gute Idee ihrerseits, aber nichts was mich wirklich interessiert hat. Auch finde ich die fertigen Werke nicht hübsch. Einfach nicht mein Geschmack.

Simplify Your Life
Der letzte Reiter beginnt mit einem sehr langen Textausschnitt über Fische, sehr merkwürdig, wenn ihr mich fragt!

Dafür fand ich die kleinen Ideen/Texte auf der Doppelseite toll! Ein Hinweis auf einen Dawanda Shop, der verschiedene To-Do-Listen in bunten Farben anbietet - eventuell ein hübsches Geschenk?, kleine Rezepte inklusive Zutaten im Glas - hatte ich schonmal gesehen und finde die Idee zum Verschenken total super, eine Freundin hat sowas auch schonmal bekommen, nicht von mir. Und auch ein paar andere kleine Texte waren wirklich interessant! Die beste Doppelseite dieser Art im Magazin #5!

Es folgt ein Artikel zum Thema Schreibmaschinen unter der Unter-Überschrift "Nostalgie". Er ist wirklich süß geschrieben und handelt davon, dass Schreibmaschinen so eine Art Comeback feiern und immer mehr Menschen wieder ihre Einfachheit und das "nur Schreiben" mit ihr schätzen! Da ich selbst das Tippen auch auf einer Schreibmaschine gelernt habe und das nur weiterempfehlen kann, konnte ich mich irgendwie hinein fühlen und würde sogar selbst wieder gerne mal etwas auf einer Schreibmaschine schreiben, nur weiß ich nicht wirklich was... und woher die Maschine nehmen, falls meine Mama ihre entsorgt haben sollte.

Das zweite Extra dieser Ausgabe ist eine total bunte Papiergirlande. Ein Extra mit dem ich wirklich absolut gar nichts anfangen kann. Girlanden an sich, sind nicht so mein Ding und diese aus dem Heft finde ich einfach nur häßlich. Schade.

Beim Thema "Selber machen" geht es diesmal um "Granny Squares - Häkeln im Quadrat", der einzige Artikel, den ich nicht gelesen habe, da ich sicherlich nicht häkeln werde. Keine Zeit, keine Lust. Zu langweilig. Sorry.

Der letzte Artikel dieses Hefts beschäftigt sich mit dem "Loslassen". Er gehört wieder zum Thema des Magazins und erklärt und unter der Überschrift "Einfach nur Luft holen" wie wir richtig atmen, wie wichtig dies für uns ist und wie man richtiges atmen üben kann. Na ja, schön und gut... 

Die Eigenwerbung am Ende des Magazins stellt wieder verschiedene Produkte von Flow vor, unter anderem das Diary 2015, das auch ganz interessant aussieht, jedoch habe ich schon einen Kalender. Auch der one-quote-a-day Kalender ist hübsch gestaltet und vielleicht ein gutes Geschenk für kreative Menschen. 

Fazit:
Auch diese Ausgabe der Flow fand ich sehr interessant und habe sie sogar über zwei Wochen vor Erscheinen der nächsten Ausgabe zu Ende gelesen. Es ist eines der wenigen Magazine, dass ich wirklich fast komplett lese und eher wie ein Buch betrachte. Außer dem DIY Artikel habe ich alle sorgfältig gelesen, obwohl mich einige nicht direkt angesprochen habe oder mich generell wenig interessiert habe. Teilweise wurde ich dann positiv überrascht.Meine Lieblnge sind definitiv die Doppelseiten mit den kleinen Ideen/Texten! Aber es freut mich auch, dass immer etwas über ein fremdes Land geschrieben ist und Artikel zum Thema lesen mit Buchvorstellungen! Für mich als Leseratte fantastisch! Allgemein gefielen mir auch die Texte zum "Nicht so ernst nehmen" und "Nicht darauf konzentrieren, was andere denken/erwarten" gelungen und interessant. Enttäuschend fand ich diesemal die Extras, vor allem die Girlande.

So, dass wars mit Flow #5. In einer Woche kommt bereits Flow #6 heraus, auf das ich mich wieder sehr freue! Das Thema des nächsten Heftes soll "Zusammen & Allein" sein, mal sehen, was es so mit sich bringt!

Wie fandet ihr Flow #5?

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